2013-11-13

In eigener Sache...

Seit gestern gibt es hier im Blog etwas Neues: Die Kameras werden zumindestens was das Titelfoto angeht nun stets aus der selben Perspektive (zentral von schräg oben), mit stets dem selben Maßstab und konstanter, ausgewogener Belichtung dargestellt. Eben genauso, wie das Bild oben vom Zollstock und dem Filmdöschen.
Das Bild zeigt einen Ausschnitt in der Schärfeebene von ca. 23.1x17.3 mm und wird hier im Blog mit 640x480 Pixeln dargestellt (70 dpi). Viele frühere Monitore besaßen ungefähr diese Auflösung, d.h. die Kameras werden dann in Originalgröße dargestellt. Moderne Monitore haben höhere Auflösungen, die Kameras erscheinen dann natürlich kleiner als im Original.
Zum Vergleich der Kameras untereinander taugt das neue System aber allemal. Schaut Euch einfach mal die Beiträge zur Hit (kleinste) und Rolleiflex (bisher größte) im Vergleich an. 

Set-up zur Aufnahme der Fotos mit zwei 150W Tageslicht Studioleuchten
Auch meinen digitalen Workflow zur Aufnahme und Verarbeitung der Bilder habe ich standardisiert. Bisher war es mehr oder weniger Glücksache oder Tagesform, ob die Bilder wirklich gut wurden. Für die meisten Bilder verwende ich mein Olympus 35 mm Makro f/3.5 bei Blende 11, 100 ISO und 1/8 sec. Belichtungszeit. Die Einstellungen in meiner Olympus PEN E-PL1 stehen auf (C)ustom (hoher Kontrast und Schärfe, niedrige Sättigung und normale Gradation). Bilder speichere ich als JPG (Ln).
Diese werden per GIMP in drei Schritten bearbeitet: 1) Bildgröße auf 2000x1500 Pixel reduzieren, 2) Weißpunkt auf 240 setzen (damit wird der Hintergrund rein weiß), 3) als PNG abspeichern (nur so wird im Blog der Hintergrund auch wirklich weiß dargestllt, JPG direkt funtioniert aus unerfindlichem Grund nicht). Das Ganze kann man in GIMP auch batchweise auf eine ganze Reihe von Fotos anwenden. Gestern waren es bei mir 78. 

2013-11-10

Braun Paxette Ib


Meine Vorliebe für kompakte Kameras ist sicher schon aufgefallen, da darf natürlich die Paxette nicht fehlen. Mit dieser schicken Kleinbildkamera stieg die später hauptsächlich für ihre Diaprojektoren bekannte Firma Braun ins Fotogeschäft ein. Das Carl Braun Camerawerk in Nürnberg entstand 1948 bei der Währungsreform auf den Überresten der Karl Braun KG, die schon seit 1915 Metallwaren und optische Geräte (z.B. Ferngläser) fertigte. Ab 1948 baute man zunächst Box-Kameras und 1950 kam dann das erste eigene Nachkriegsdesign - die Friedenskamera - oder Paxette (wie die Lateiner sagen würden).  Nach dem ersten Modell hier (diese ist von 1952, Variante 1b) folgten in den 50er Jahren verschiedene verbesserte Modelle, ab dem Modell 2 auch mit Wechselobjektiven (M39, allerdings nicht Leica-kompatibel). Das Modell 1b wurde als Einstiegsmodell noch bis 1956 für 99 DM verkauft, insgesamt galt die Paxette wegen ihrer soliden Bauweise und unschlagbarem Preis-/Leistungsverhältnis als "Volksschullehrer-Leica".


Technisch gesehen hat die Kamera alles Wesentliche an Bord und auch sonst noch das eine oder andere Extra (siehe Tabelle unten). Die 1b hier ist keine Messsucherkamera, die Entfernung muss also geschätzt werden, der Entfernungsmesser kam erst mit Modell 1M im Jahre 1953. Das zweite Fenster neben dem Sucher ist etwas, was ich hiermit zum alleresten Mal in der Hand gehabt habe: ein optischer Belichtungsmesser. Schaut man in das rechte Fensterchen auf der Kamerarückseite sieht man meist erst mal gar nichts. Das andere Auge muss man gut zukneifen und sich dann an die Dunkelheit gewöhnen. Langsam erscheinen Zahlen und nach 20 Sekunden soll man die Zahl ablesen, die gerade noch sichtbar ist (realisiert ist das mit Graukeilen). Für diesen Lichtwert kann man dann in einer Tabelle, die an die Bereitschaftstasche genietet ist, eine passende Blenden-Zeit -Kombination ablesen. 


Heinz Waaske ist für seine superkompakte Rollei 35 gefeiert worden. Dabei gab es mit der Paxette Anfang der 50er schon eine annähernd kleine "Kleinbildkamera" für die vollen 24x36 mm, wie das
Gruppenbild unten beweist. Die Paxette Serie hatte in den 50er Jahren ihren festen Platz im Fotomarkt. Eine schöne Beschreibung des damaligen Marktes in Deutschland liefert Horst Neuhaus auf seinen Seiten.

Als meine Paxette über ebay für $10 zu mir kam, funktionierte fast nichts. Sie war vollkommen verdreckt bzw. verstaubt und die beiden aus Rohaluminium gefertigten Filmtransporträder waren sehr unansehnlich korrodiert. Der Verschluss ließ sich nicht betätigen, die Verschlusslamellen standen halb offen. Also hab ich erst mal alles gereinigt und zerlegt, was erstaunlicherweise recht einfach vonstatten geht. Nach Ausbau des Prontor S Zentralverschlusses kam dieser über Nacht erstmal ins Leichtbenzinbad, um verharztes Öl etc. zu entfernen. Aber auch danach gings noch nicht richtig. Nach ein wenig rumprobieren habe ich dann die Lösung gefunden. Jemand hatte dem Selbstauslöser Gewalt angetan und damit nicht nur ihn selbst beschädigt, sondern auch eine Stift des eigentlichen Lamellenschiebers verbogen. Nachdem ich diesen wieder in Stellung gebogen hatte, ging zumindest der Verschluss wieder (siehe unten), den Selbstauslöser habe ich abgeschrieben. Im Prinzip kann man mit meiner Paxette also wieder fotografieren...



Datenblatt kompakte Kleinbildkamera-Sucherkamera
Objektiv Steinheil Cassar 45mm f/2.8 (Triplet, vergütet). Andere Ausführungen der Kamera verwendeten auch entspr. Roeschlein oder Staeble Objektive.
Verschluss Prontor S (Gauthier) hinter dem Objektiv mit 1 bis 1/300 s in acht Stufen (1-2-5-10-25-50-100-300) und B. Blitzsynchronisation mit allen Zeiten möglich.
Belichtungsmessung eingebauter, optischer Belichtungsmesser und externe Belichtungstabelle (s.o.).
Fokussierung Manuell am Objektiv, keine Scharfstellhilfe.
Sucher Einfacher Durchsichtsucher, keine Parallaxenmarkierung.
Blitz Anschluss für Blitzkabel am Kameraverschluss.
Filmtransport mittels Drehrad an Oberseite, das auch den Verschluss spannt. Spätere Modelle hatten einen Schnellspannhebel.
sonst. Ausstattung Bildzählwerk (rückwärts), Auslösesperre, Zubehörschuh, ISO-Gewinde für Drahtauslöser, Stativgewinde, Selbstauslöser
Maße, Gewicht ca. 115/65/65mm, 429g
Batterie keine.
Baujahr(e) 1950-1952, in Modifikationen bis 1958
Kaufpreis, Wert heute 99 DM (1956), ca. $30
Links Bedienungsanleitung (english), UKCamera (Paxette Übersicht), Oliver Corff's Paxette Seiten
Kleinbild-Fotographie in den 50ern (Horst Neuhaus)
Seiten aus dem Photo Porst "Photohelfer" Katalog von 1956

2013-09-16

Rollei 35

Mein bisher polulärster Beitrag in diesem Blog ist der zur Rollei 35 SE, scheinbar finden auch andere Fotointeressierte diese Kamera faszinierend. Nachdem ich schon vor genau 2 Jahren mit der B35 eine weitere Kamera aus der Serie ergattern konnte, habe ich immer wieder nach dem ersten Modell, der Ur-35 - natürlich Made in Germany - Ausschau gehalten. Hier ist sie: die damals (und für lange Zeit!) kleinste Kleinbildkamera der Welt für volle 24 x 36 mm. Heinz Waaske hat der Fotowelt mit ihr eine Ikone hinterlassen und sich selbst ein Denkmal gesetzt.

Gefunden habe ich sie heute auf dem Kameramarkt in Hasbrouck Heights, NJ. Einer der Händler verkaufte Restposten eines ehemals auf Rollei spezialisierten Fotoladens, darunter 2 Rollei 35, eine davon Made by Rollei Singapore und eben diese hier. Anhand der Seriennummern von Gehäuse und Objektiv konnte ich den Produktionszeitpunkt auf ca. Februar 1969 abschätzen. Einige Gebrauchsspuren zieren das Gehäuse, wie man an den Fotos sieht, aber alles funktioniert und nach Einlegen einer Batterie (Wein Cell statt PX625) schlug auch die Nadel des Belichtungsmessers aus.


Meine kleine Rollei 35 Sammlung ist natürlich bei weiten nicht komplett, besonders wenn man die ganzen goldenen Jubiläums-Sondermodelle mitrechnet, die nur für Sammler aufgelegt wurden. Trotzdem habe ich einen recht umfassenden Satz an sammelwerten Features hier in nur drei Kameras vereinigt: Das Originalmodell aus Deutschland mit dem Tessar, ein sehr frühes Singapore Modell der Einsteigerkamera B35 mit Selenzelle und dem Triotar (wie das Tessar von Zeiss). Und schließlich das letzte Spitzenmodell der regulären Serie mit dem Sonar (gebaut in Lizenz von Rollei) in schwarz und mit LED Anzeige im Sucher.

Datenblatt Kleinste KB-Sucherkamera
Objektiv Carl Zeiss Tessar 40mm f/3.5, 4 Linsen in 3 Gruppen
Verschluss Compur Zentralverschluss, 1/2s - 1/500 s und B.
Belichtungsmessung CdS-Zelle mit Nachführzeigerinstrument auf der Kameraoberseite, nicht abschaltbar. Empfindlichkeitseinstellung 25-1600 ASA. 
Fokussierung Manuell am Objektiv, 0.9m bis unendl., kein Entfernungsmesser.
Sucher Heller optischer Sucher, Suchervergrößerung 0.8x, eingespiegelter Bildausschnitt ohne Parallaxenmarkierungen.
Blitz Mittenkontakt im Zubehörschuh, keine Synchronbuchse. Synchronisation bei allen Zeiten. 
Filmtransport Schnellspannhebel, Bildzählwerk, Rückspulkurbel.
sonst. Ausstattung Auslösesperre bei eingezogenem Objektiv, Zubehörschuh, ISO-Gewinde für Drahtauslöser, Filtergewinde 24mm, Stativgewinde
Maße, Gewicht ca. 97 x 32 x 60 mm , 370 g
Batterie 1.35V PX 625 (Hg) oder Zink-Luft Alternative.
Baujahr(e) 1966-1971 in Braunschweig (311000 Expl.), danach bis 1974 in Singapore (185000), als Rollei 35T bis 1980 (440000). Diese hier: ca. Februar 1969
Kaufpreis, Wert heute 487 DM (1967, sank bis zum Ende der Serie 1983 auf ca. 200 DM), heutiger Preis: US$150 bis US$400 (je nach Zustand)
Links Bedienungsanleitung (deutsch/english), Frank Mechelhoff's Artikel, John Lind, Umfassender Artikel in der Olypedia

2013-08-31

Projekt PEN (#13, Linsengedicht)

Dies wird mein Objektiv werden. Ich habe endlich mal bei einer e-bay Auktion den Zuschlag bekommen. Zugegeben, mit $145.50 inklusive Versand aus Japan eigentlich außerhalb des Budgets für mein Projekt. Trotzdem ist ein echtes Schnäppchen. Ich beobachte ja den Markt bei e-bay schon länger und habe gerade nochmal den Preisindex aktualisiert. Diese Linse geht im Schnitt für $215 über den Ladentisch (inkl. Versand), und mein Teil hier war am unteren Rand der Verteilung. Wenn ich es endlich selbst in Händen halte, werde ich Kamera plus Objektiv nochmal in einem ausführlichen Beitrag hier würdigen.

2013-08-03

Projekt PEN (#12, Belichtungsmesser)

Noch kein Objektiv, aber "den" Belichtungsmesser hat mein Projekt jetzt.  Das Ding kam heute aus Japan an und hat mich $17.47 plus $8 Versand gekostet. Äußerlich ist es wirklich gut erhalten, es funktioniert aber nicht richtig (wie so viele alte Belichtungsmesser...). Ich werde es bei Gelegenheit mal zerlegen und schauen, was sich machen lässt. Danach berichte ich dann noch ausführlicher...

Projektkosten bisher: $112.06 (Gegenwert: 3 Gehäuse, davon 1 defekt, 1 defektes Endoskop inkl. Kameraadapter, 1 Belichtungsmesser)

2013-07-19

PEN F system lenses price index

2013 price development on ebay including shipping.


Type
 Lens Focal LengthAverage Price# of salessigma
WideG.Zuiko AUTO-W20mm f/3.5$2639$55
E.Zuiko AUTO-W25mm f/4$2149$70
G.Zuiko AUTO-W25mm f/2.8$3125$63
StandardF.Zuiko AUTO-S38mm f/1.8$15579$35
G.Zuiko AUTO-S40mm f/1.4$21222$51
H.Zuiko AUTO-S42mm f/1.2$6207$105
TelephotoG.Zuiko AUTO-T60mm f/1.5$700 *h4n.a.
F.Zuiko AUTO-T70mm f/2$5132n.a.
E.Zuiko AUTO-T100mm f/3.5$9430$30
E.Zuiko AUTO-T150mm f/4$100751
Super TelephotoE.Zuiko T250mm f/5---
E.Zuiko T400mm f/6.3---
Zuiko Mirror T800mm f/8---
ZoomZuiko AUTOZOOM50–90mm f/3.5$79 *l16$29
Zuiko ZOOM100–200mm f/5$833n.a.
OthersE.Zuiko AUTO-S38mm f/2.8$3993n.a.
D.Zuiko AUTO-S38mm f/2.83074n.a.
E.Zuiko MACRO38mm f/3.5$3893n.a.

Prices on ebay.com including shipment to NJ, USA. Only "real" auctions with minimum 2 bids and a reasonable starting price have been used for calculation. Shipping costs are in the range between $6 and $30, for some international shipping even higher. Sigma is the Standard Deviation.
Time frame covered: April 18, 2013 to November 27, 2013, I'll update this list from time to time.
*h: highest price lens: $1,261, never used in original box
*l: lowest price lens: $31, very worn but functional.

2013-07-16

Projekt PEN (#11, fehlendes Glas)

...leider nur ein Bild von e-bay.
Dies ist das fehlendende Stück Glas für mein kleines Projekt und noch immer in weiter Ferne. Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit fast alle e-bay Auktionen, bei denen PEN F Objektive gehandelt werden und es sind nicht wenige. Dafür dass diese Dinger schon seit geraumer Zeit Altglas sind und vermutlich nicht viel mehr können (oder doch?) als andere Linsen aus der Zeit, erzielen sie immer noch erstaunliche Preise. Dieses hier, das Standardobjektiv F.Zuiko Auto-S 38 mm f/1.8 kostete Mitte der 60er Jahre neu $39.95 (OK, die waren damals mehr wert als heute). Bei e-bay fängt der Spaß heute bei ca. $150 an und ich habe Auktionen gesehen, die inkl. Versand bei ca. $250 endeten. Und das ist das Standardobjektiv, andere seltenere Stücke, besonders die hochlichtstarken Gläser 70 mm f/2 und 42 mm f/1.2 erzielen Preise jenseits der $400. Das preisgünstigste ist das 100 mm f/3.5 gefolgt vom 50-90 mm Zoom. Beide sind meist für knapp unter $100 zu haben. Ich werde den Markt also noch weiter verfolgen (auch noch nach einer dritten defekten F) und vielleicht hier mal das aktuelle Preisgefüge posten.

2013-07-09

Projekt PEN (#10, Porroprisma)

Ich habe nun also aus zwei defekten PEN F eine funktionierende gebastelt. Der Rest ist fast eine vollständige Kamera in Ersatzteilen. Daher traue ich mich hier, das Spiegelgehäuse mit dem defekten Spiegel mal komplett zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Es war nicht wirklich schwer, allerdings ohne entsprechende Vorkehrungen hinterläßt man doch Fingerabdrücke etc. auf den empfindlichen Glasflächen. Hauptzweck bei meiner Aktion, war zu schauen, wie einfach die Einstellscheibe ausgetauscht werden kann (Stichwort: Endoskopkamera). Antwort: Sehr schwierig, der Rahmen der Scheibe ist quasi ans Prisma geklebt. Fazit: Austausch kann ich vergessen....

2013-07-07

Projekt PEN (#9, Zwischenziel geschafft)


Zwischenziel 1 ist geschafft! Ich habe eine funktionierende und sogar recht ansehnliche PEN F. Wie schon angebdeutet habe ich dazu geschickt Teile der beiden defekten Kameras kombiniert, dann gereinigt und neu geölt. Hier ist die Liste, welches Teil meiner neuen Kamera von welcher ursprünglichen Kamera stammt:
  • Oberkappe, Auslöser und Zeiteneinstellrad: Kamera 1 (#116918)
  • Druckgussgehäuse inkl. Filmaufzug etc.    : Kamera 2 (#142156)
  • Verschluss                                                   : Kamera 1
  • Spiegel, Spiegelkasten und Suchersystem  : Kamera 2
  • Spiegelmotor                                               : Kamera 1
  • Rückwand, Kunstleder für die Front           : Kamera 2
  • Bajonett, Rückspulkurbel, Kameraboden   : Kamera 1
Ich glaube, das ist ziemlich ausgewogen. Reinigen und Ölen der beiden Federmotoren in Verschluss und Spiegelmotor hat sich als Schlüssel für die Restaurierung rausgestellt. Ohne dies und Vorspannen des Spiegelmotors beim Zusammenbau (siehe hier), wäre das ganze gescheitert. Ich war natürlich neugierig, wie gut der Verschluss noch funktioniert und habe meinen Verschlusszeitentester bemüht. Hier das ganz ansehnliche Resultat:
Abweichung der Verschlusszeiten vom Sollwert (orange: gemessener Istwert).
+33% entspricht 1/3 Blendenstufe, für einen rein mechanischen Verschluss ein
sehr gutes Ergebnis. Man erkennt deutlich den Übergang von Langzeitwerk zu
Kurzzeitwerk bei 1/60 sec.
Was mir natürlich noch fehlt ist ein entsprechendes Originalobjektiv, am besten natürlich die Standardlinse F.Zuiko Auto-S 38 mm f/1.8. Schaun wir mal...

2013-07-05

Projekt PEN (#8, Endoskop)


Kamera No. 3 erreichte mich gestern. Es handelt sich um ganz was Spezielles und ich muss zugeben, dass sie nicht ganz so in mein Projekt passt, wie ich gehofft hatte. Olympus war schon immer stark bei Mikroskopen und auch medizinischem Gerät, da lag es nahe auch eine spezielle Variante der PEN F dafür anzubieten und mit dem entsprechen Zubehör zu verkaufen.


Das hier ist ein Endoskop und da es (wie ein Mikroskop) sowieso kreisrunde Bilder liefert hatte die spezielle PEN F Variante eine runde Einstellscheibe mit einem Fadenkreuz. Die Kamera selbst ist von ihrer Bauart eher eine PEN FT, allerdings ohne Belichtungsmesser und Selbstauslöser. Auch wenn das wesentliche Bauprinzip von der ursprünglichen F beibehalten wurde hat Olympus Feinheiten in der Mechanik optimiert. Damit lässt sich diese Kamera nicht 100%ig mit Ersatzteilen meiner anderen beiden Kameras kombinieren. Außerdem scheint alles mit der Kamera zu stimmen: der Verschluss läuft, der Spiegel klappt., etc. Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich machen soll: behalten als seltene Variante, oder verkaufen als seltene Variante, um mein Objektiv zu finanzieren. Ach so: $50 plus $12.35 Versand hat das Schätzchen mich gekostet. Ich werde die Kamera hier nochmal intensiver dokumentieren, dann mal sehen...