2020-03-18

DKL - das uneinheitliche westdeutsche Einheitsbajonett

Meine bisherige Kollektion von DKL-Kameras und Objektiven
Zoomar 2.8/36-82mm Edixa Electronica Voigtländer Bessamatic Voigtländer Vitessa T Schneider Curtagon 4/28 mm Steinheil Cassarit 2.8/50 mm Braun Colorette Super 2L Braun Colorette Super 2L Kodak Instamatic Reflex Kodak Retina Reflex S
Die westdeutsche Kameraindustrie setzte seit dem Erscheinen der Contaflex im Jahr 1953 auch für Spiegelreflexkameras auf den lange bewährten Zentralverschluss, auch wenn das technisch nicht die naheliegende Lösung war. Die Firma Deckel in München hatte allerdings mit ihrem neuen Reflex-Compur Verschluss ein technisches Meisterwerk am Markt, das die Schwierigkeit mit dem komplexen Verschlussablauf scheinbar mühelos meisterte. Die Contaflex hatte noch ein fest eingebautes Tessar (für das es sog. Satzobjektive als Aufsatz gab), aber der Trend ging klar zu Wechselobjektiven. Deckel bot seinen Kamerahersteller-Kunden daher auch das an und konnte Verschluss plus Bajonett-System inklusive einer sehr praxistauglichen Lichtwert/Blendensteuerung sogar am Ende an einige Hersteller verkaufen. Als erstes kam 1956 die Voigtländer Vitessa T mit dem (später) DKL genannten Bajonett auf den Markt, die Braun Colorette Super II (B)L folgte kurz darauf. Beides sind Messsucherkameras und verwenden exakt dieselbe Bajonett-Variante.

Ab 1958 folgten dann relativ schnell hintereinander die Kodak Retina IIIS (Messsucher), Kodak Retina Reflex S, Voigtländer Bessamatic und Braun Paxette Reflex Automatic. Alle 3 Spiegelreflexkameras hatten ein nahezu identisches Featureset, kein Wunder, wenn die entscheidende Technik im zugekauften Compur Verschluss plus DKL-Bajonett sitzt. Der eingebaute Selenbelichtungsmesser wurde (jeweils etwas anders) mit dem Lichtwert-System des Verschlusses gekoppelt. Dazu wurde allerdings von Deckel eine (im Vergleich zur ersten Version) entscheidende Änderung vorgenommen:  
Zwei grundsätzlich verschiedene Versionen des DKL-Bajonetts. Rechts die erste Variante mit dem Lichtwert- bzw. Blendenring am Objektiv. Die linke Variante hat keinen Blendenring, sondern dieser befindet sich fest an der Kamera. 
Der Blendenring war ab den neuen Modellen Bestandteil der jeweiligen Kamera und nicht mehr des Objektivs. Fast alles andere am Bajonett blieb gleich, Auflagemaß (44.7 mm), Verriegelung, sonstige Maße und Anordnung der Bajonett-Zungen. Aber auch nur fast! Deckel verkaufte jedem der Kamerahersteller seine eigene Version, in dem es kameraseitig zusätzliche "Nasen" einfügte, die natürlich objektivseitig entsprechende Aussparungen erforderlich machten. Und so existieren heute 7 untereinander inkompatible Varianten dieses von irgendwem mal "Einheitsbajonett" genannten Objektivanschlusses. Die ursprüngliche Variante (ohne Nasen) nimmt tatsächlich alle jemals gebauten DKL-Objektive auf. Richtig verwenden kann man allerdings nur die tatsächlich dafür gedachten, weil den späteren Objektiven ja der eigene Blendenring fehlt.  

4 der insgesamt 7 Varianten des DKL-Bajonettes mit hervorgehobenen Nasen

Alle anderen Kameras brauchen wegen der Nasen ihre jeweils eigenen Objektive. Wenn man feinmechanisch geschickt ist und entsprechendes Werkzeug besitzt, kann man aber Kompatibilität ohne Einschränkungen herstellen. Am einfachsten ist es, die Nasen kameraseitig wegzufeilen/fräsen. Dann kann man jedes der Objektive ansetzen. Man kann natürlich auch die Objektive entsprechend modifizieren, am Ende ist das aber eher mehr Aufwand. 
Wer sich das Ganze mit den untereinander inkompatiblen, aber ansonsten identischen Bajonetten ausgedacht hat, bleibt im Nachhinein unklar. War es die Firma Deckel, die jedem der Kamerahersteller ihr eigenes Angebot machen wollte? Oder waren es eher die Kamerafirmen selbst, die sich eine gewisse Marge aus dem Sekundärgeschäft mit den Objektiven sichern wollten?
Wenn man etwas in der Historie der Firma Deckel gräbt, und auch andere Quellen hinzuzieht (siehe Links unten), dann kommt für mich eigentlich nur folgender Grund in Frage: Voigtländer ist der einzige der beteiligten Kamerahersteller, der auch eine eigene Objektivproduktion hatte. Sie hatten also ein begründetes Interesse, dass keine Fremdobjektive zu den Kameras nachgekauft wurden. Jetzt muss man wissen, dass Voigtländer 1956 von Carl Zeiss übernommen wurde. Zeiss wiederum war schon seit Jahrzehnten (unter anderen) Gesellschafter der Firma Deckel und besaß sogar das zentrale Compur Patent. Wenn ein Großer (in diesem Fall Zeiss) das Geschehen kontrolliert, kommt halt sowas raus...
Für die Voigtländer Kameras Bessamatic und die spätere Ultramatic gab es also nur original Voigtländer-Objektive, rechnet man das im Lohn bei Kilfit gefertigten Zoomar dazu. Ansonsten war Schneider-Kreuznach der Hersteller mit den meisten Objektiven und man fertigte für alle Varianten (bis auf Voigtländer und die Iloca Electric). Rodenstock und Steinheil sind noch gut vertreten, ENNA und Staeble fertigten nur für die Braun Paxette Reflex automatic. Die meisten Objektive gab es wohl mit der Retina-Bajonettvariante, einfach weil Kodak sowohl mit den Reflex- als auch den Messsucher-Kameras die meisten Modelle auf dem Markt hatte. Allerdings muss man erwähnen, dass nicht alle Retina-DKL-Objektive die für die Messsucherkameras benötigte Steuerkurve hatten. 

Datenblatt DKL-Bajonett (Fr. Deckel GmbH, München)
Bajonett-Parameter Auflagemaß: 44.7 mm, maximaler Verschluss-Durchmesser: 22.5 mm, Innendurchmesser Blendenring an Kamera: 47mm
   
Bajonett-Variante, Kamera
angebotene Objektive (fett: häufigstes Standard-Objektiv, rot: in meiner Sammlung)
Voigtländer Vitessa-T, Braun Super Colorette 2(B)L Voigtländer: Skoparet 3,4/35, Color-Skopar 2,8/50, Dynaret 4,8/100, Super Dynaret 4/135.
Steinheil: Culmigon 4,5/35, Culminar 2,8/50, Cassarit 2,8/50.
Rodenstock: Eurygon 4/35, Ysarex 2,8/50, Rotelar 4/85 und 4/135.
Schneider: Radiogon 4/35, Xenar 2,8/50, Tele-Arton 4/85
Voigtländer Bessamatic, Ultramatic, Ultramatic CS Voigtländer: Skoparex 3.4/35mm, Skopagon 2/40mm, Color-Skopar X 2.8/50, Color-Lanthar 2.8 /50, Septon 2/50, Dynarex 3.4/90 und 4.8/100, Super-Dynarex 4/135, 4/200mm und 5.6/350, Zoomar 2.8/36-82mm.
Kodak Retina Reflex S, III, IV, Instamatic, Retina IIIS Rodenstock: Eurygon 2,8/30 und 4/35, Heligon 1,9/50,  Ysarex 2,8/50, Rotelar R 4/85 und 4/135.Schneider: Curtagon 4/28 und 2,8/35, Xenon 1,9/50,  Xenar 2,8/45 (Instamatic), Xenar 2,8/50, Tele-Arton 4/85, Tele-Xenar 4/135 und 4,8/200.
Steinheil: Culminar 2,8/50.
Braun Paxette Reflex automatic Schneider: Xenar 2,8/50; Staeble/ENNA: Ultralit 2,8/50; ENNA: Lithagon 3,5/35,  Steinheil: Culmigon 4,5/35, Quinon 1,9/50; Rodenstock: Rotelar R 4/135
Edixa Electronica Schneider: Curtagon 4/28, Curtagon 2,8/35, Xenon 1,9/50, Xenar 2,8/50, Tele-Xenar 4/135.
Steinheil: Culminar 2,8/50, Quinon 1,9/50.
Witt Iloca Electric,  Rodenstock: Eurygon 4/35, Iloca-Heligon 1,9/50, Ysarex 2,8/50, Rotelar 4/135.
Steinheil: Culmigon 4.5/35, Quinon 1.9/50, Culminar 2,8/50.
Balda Baldamatic III Schneider: Curtagon 2,8/35, Xenon 1,9/50, Xenar 2,8/50, Tele-Xenar 4/135
  
Bei KniPPsen weiterlesen Zoomar, Curtagon 4/28, Cassarit 2.8/50, Kodak Retina Reflex S, Braun Super Colorette 2L, Kodak Instamatic ReflexVoigtlander Bessamatic, Voigtländer Vitessa T, Edixa Electronica
Links DKL bei PhotobutmoreCompur bei Bleckedermoor.deRiess Fotohistoricum (Compur)Wikipedia (Deckel)

Die wichtigsten Objektive des Voigtländer-Programms für die Bessamatic und Ultramatic

Das DKL Bajonett war nicht das einzige Bajonett für Zentralverschlusskameras aus der Zeit. Insbesondere das SLK-Bajonett des Deckel Konkurrenten Gauthier ("Prontor") ist hier zu nennen. Allerdings gab es mit diesem Anschluss "nur" sehr wenige Messsucherkameras (z.B. Braun Paxette Super 3, Photavit 36, Regula Super automatic). Auch aus dem fernen Japan und der Zeit habe ich ein Beispiel in meiner Sammlung: Aires 35-V, natürlich mit eigenem Bajonett und einem Seikosha Verschluss. Aber es gab dort noch andere: Minolta Super A und Olympus Ace (beides Messsucher), und später die Kowa SER (SLR).

2020-03-09

Wirgin Edixa Electronica

Zählt eine Kamera als Meilenstein, wenn das sie auszeichnende Merkmal eher in eine technologische Sackgasse führt und die Kamera ein regelrechter Flop am Markt wird? So geschehen mit diesem schicken Exemplar, designed von Heinz Waaske, der später durch die Rollei 35 berühmt werden sollte. Die Kamera war weltweit die erste Spiegelreflex mit Wechselobjektiven, die nach Druck auf die sogenannte Reglertaste die Belichtung vollautomatisch (Blende und Zeit!) mit Hilfe eines eingebauten Elektromotors einstellte. 
Als die Kamera 1962 auf den Markt kam, gab es schon andere Kameras mit Belichtungsautomatik. Hier ein kleiner Überblick:
  • Die allererste war Kodak's Super Six-20 (1938-1944, nur 719 Exemplare wegen des extrem hohen Preises). Eine Faltbalgenkamera für 620er Rollfim (6x9) mit einem Compur Zentralverschluss und einer Blendenautomatik.
  • Die zweite war die ebenfalls sehr teure, aber ansonsten einfache Agfa Automatik 66 von 1956. Sie war eine Weiterentwicklung der Isolette, hatte einen Prontor Zentralverschluss und als erste Kamera überhaupt eine Zeitautomatik!
  • 1959 war DAS Jahr der "einfacheren" Sucherkameras mit Belichtungsautomatik. Es gab insgesamt 6, die sicherlich einflussreichste und auch erfolgreichste war die Agfa Optima. Die anderen: siehe hier. Einige dieser Kameras hatten nur eine Verschlusszeit und waren daher Blendenautomaten, die Optima kontrollierte aber auch den Verschluss zwischen 1/30s udn 1/250 s und war demnach ein Vollautomat!
  • 1959 erschien in Frankreich die Royer Savoyflex Automatic, die erste SLR mit Blendenautomatik (ebenfalls Zentralverschluss).
  • 1961 kam dann noch die Agfa Optima Reflex, eine TLR für den Kleinbildfilm mit der Optima-Technik unter der Haube, also die erste Spiegelreflex mit Vollautomatik.
  • Ebenfalls 1961 erschien die Voigtländer Ultramatic, eine Bessamatic mit Blendenautomatik und mit (fast) dem selben Bajonett und Verschluss der größte Konkurrent der Edixa Electronica.
Alle diese Kameras hatten für die automatische Belichtungseinstellung das selbe Problem zu lösen: Es gab mit der Selenzelle eine einigermaßen zuverlässige Belichtungsmessung, die sogar ihren eigenen Strom erzeugte und daher ohne Batterie auskam. Allerdings ist dieser Strom so klein (im µA Bereich), dass damit gerade einmal die Nadel im Drehspulinstrument bewegt werden, keinesfalls aber die Kraft aufgewendet werden kann, um Blende, Verschlusszeit oder sogar beides automatisch einzustellen.  
Daher bedienen sich alle oben genannten Automatikkameras eines Tricks, indem sie die Fingerkraft des Fotografen verwenden, der eine Taste drückt. Der Ausschlag des Drehspulinstruments wird dabei irgendwie abgegriffen und bestimmt den Umfang der Einstellbewegung. Bei der Optima habe ich es mir mal genauer angeschaut und auch beschrieben.
Im Prinzip macht es die Edixa Electronica nicht viel anders, allerdings wird noch ein batteriebetriebener Elektromotor für die Stellbewegung mit eingespannt. Dieser Elektromotor und die dazugehörigen Batterien machen die Kamera relativ schwer, teuer und vergleichsweise unzuverlässig. Man kann zwar auch ohne Batterie noch alles manuell einstellen, aber das ist recht umständlich per Daumenrad neben dem Okular. 
Wenn man das jetzt mit den direkten Konkurrenten Voigtländer Bessamatic und Kodak Retina Reflex S vergleicht, versteht man, warum die Edixa 1962 eigentlich keine Chance (mehr) am Markt hatte. Beide Konkurrentinnen waren schon seit 1959 auf dem Markt, verwenden das selbe Wechselobjektiv- und Verschluss-System mit jeweils einer sehr praxistauglichen und zuverlässigen Nachführmessung. Auch preislich liegen die beiden wohl leicht unterhalb der Edixa (habe leider keine genauen Zahlen für 1962 gefunden).  

Heinz Waaske hatte sich mit seinem Elektromotor also etwas verrannt. Und zwar in dem Sinne, dass er an seiner Zielgruppe, dem ambitionierten und wohlhabenden Amateur, vorbeigeplant hat. Dieser wollte eigentlich keine halbgare Vollautomatik, sondern hochwertige und zuverlässige Fotografier-Werkzeuge. Der Markt für sein Segment war 1962 schon mit den oben erwähnten Kameras plus Contaflex/Contarex gesättigt. Und dann sprach sich wohl langsam in der Szene rum, was da so aus Japan kommen könnte in Form von Pentax Spotmatik, Topcon RE Super, Minolta SR-2 oder Nikon F
Eigentlich hätten Heinz Waaske und sein Arbeitgeber Wirgin gute Vorraussetzungen gehabt, bei den zukünftig gefragten SLR's mitzuspielen. Mit ihrer Edixa-Mat Serie waren sie Anfang der 1960er der einzige westdeutsche Kamerahersteller mit einem Schlitzverschluss und dem universalen M42-Gewinde, dass sowohl Pentax als auch Praktica verwendeten. Man stelle sich vor, Waaske hätte nicht einen Zentralverschluss-Vollautomat mit Elektromotor, sondern eine Schlitzverschluss SLR mit TTL-Messung entwickelt, wer weiß, wie die deutsche Kameraindustrie heute aussehen würden.
Stattdessen war der wirtschaftliche Flop mit der Electronica (es wurde nur ca. 4100 Einheiten gebaut) für Wirgin der Anfang des Niedergangs. Waaske verließ 1965 Wirgin, um bei Rollei seine Kleinbildkamera zu realisieren. Wirgin rannte bei den SLR nur noch dem Trend hinterher. Nach einer ersten Pleite 1968 und Restrukturierung als Edixa GmbH erschien 1970 mit der Edixa Electronica TL (Schlitzverschluss, TTL, M42 !) ein letzter Versuch am Markt, aber auch er chancenlos am nun von den technisch vorbeigezogenen Japanern dominierten Markt. 1972 war wieder Schluss, zusammen mit vielen anderen Spielern der westdeutschen Kameraindustrie.


Aber die vollautomatische Belichtungssteuerung, heutzutage Programmautomatik genannt, war auch nach der Edixa Electronica natürlich ein Thema. Zunächst zielgruppengerecht in vielen Kameras a la Agfa Optima für die breite Masse, die sich eben nicht um Blende und Verschlusszeit kümmern wollten. In meiner Sammlung habe ich zum Beispiel die Polaroid J33 Electric Eye, die Olympus PEN EES-2 und die Yashica EZ-Matic. Aber es gab auch Spiegelreflexkameras, diese allerdings alle zunächst nur mit Zentralverschluss und fest eingebautem Objektiv. Eine davon habe ich mal gehabt und hier vorgestellt: Sears SL9 bzw. Ricoh 35 Flex. Eine echte vollautomatische Belichtungssteuerung an einer SLR mit Wechselobjektiven erschien dann erst wieder 1977 mit der Minolta XD7, damals noch versteckt zwischen den beiden Optionen Zeit- bzw. Blendenautomatik. Unser heutiges Set an MSAP-modes für die Belichtungssteuerung gibt es seit der Canon A-1 im Jahr 1978. 

Datenblatt Erste SLR mit Wechselobjektiven und vollautomatischer Belichtungssteuerung
Objektiv Schneider Xenar 50 mm f/2.8 (4 Linsen in 3 Gruppen, Tessar Typ). Wechselobjektive mit DKL-Bajonett in spezieller Edixa-Version. Erhältliche Wechselobjektive von Schneider und Steinheil von 28 mm bis 135mm
Verschluss Synchro-Compur Zentralverschluss für DKL-Bajonett (hinter dem Objektiv). B-1-2-4-8-15-30-60-125-250-500
Belichtungsmessung Mit Selenzelle, automatische motorische Einstellung des Lichtwertes nach Druck auf die Reglertaste, freie manuelle Wahl der dazu passenden Zeit-Blenden-Kombination. Einstellbereich 18 Lichtwerte, 12-1600 ASA
Fokussierung Manuell am Objektiv, SLR-Mattscheibe mit zentralem Schnittbildindikator.
Sucher SLR, nicht automatisch zurückkehrender Spiegel.
Blitz vollsynchronisiert über Buchse, Wählhebel X und M.
Filmtransport Schnellschalthelbel, Bildzählwerk, Rückspulknopf.
sonst. Ausstattung Stativgwinde 3/8'', Auslöser-Arretierung, ausklappbarer Standfuß, Selbstauslöser
Maße, Gewicht 144 x 104 x 75/61, 962/846 g (m/o Objektiv, ohne Batterien)
Batterie 5 x Mallory RM-1 (1.35V) für den Betrieb des Motors. Manuelle Belichtungseinstellung ohne Batterien möglich.
Baujahr(e) 1962-1965, ca. 4100 Exemplare, diese # 350566 von 1962
Kaufpreis, Wert heute zunächst 650 - 750 DM (mit Objektiv), ab 11/64 250 DM, heute je nach Zustand 200-400€.
Links Kameras für Millionen (Buch über Heinz Wasske von J. Eickmann und U. Vogt, Wittig 1997). Collectiblend, DKL-Bajonett, Klaus-Eckart Riess
Bei KniPPsen weiterlesen... Wirgin Edixa-Mat ReflexAgfa Optima, Agfa Optima ReflexPentax Spotmatic, Praktica PL Electronic, Minolta XD7

Und nochmal zurück zu meiner Eingangsfrage: Zählt die Edixa Electronica als Meilenstein. Im engeren Sinn für mich nicht, da sie keine umwerfende neue Technologie eingeführt hat, keiner hat das Konzept später kopiert. Sie ist dennoch eine sehr schicke Kamera und wegen ihrer Seltenheit sicher das Sammeln wert. Ich nenne auch noch andere seltene deutsche SLR mein eigen: King Regula Reflex 2000 CTL, Praktica PL Electronic. Alle drei habe ich nach längerer Marktbeobachtung günstig ersteigert, worauf ich sehr stolz bin. Die beiden mit Electronic im Namen funktionieren nicht mehr vollständig, was nicht an ihrer immer noch soliden Mechanik oder Optik liegt... ;-)