2010-09-23

Nikkor 20 mm f3.5

Dieses Superweitwinkel-Nikkor war wieder einmal die Erfüllung eines lang gehegten Traums und meine letzte größere Investition in meine Nikon-Ausrüstung zu einer Zeit als die digitale Revolution schon in vollem Gange war. Es lief mir bei e-bay im Frühjahr 2003 "über den Weg" und für ca. 250 € wurde es "3-2-1"-meins. Es ersetzte ab sofort das Flektogon 20 f2.8, welches mit dem M42-Adapter sowieso nur eine Notlösung war.  Ich habe damit bis 2007 noch regelmäßig und gerne fotografiert. Wie man in meinen früheren Posts schon lesen konnte, bin ich Fan dieser Brennweite und habe sogar manchmal nur eine Kamera mit diesem Objektiv zum Fotografieren mitgenommen.
Dies ist die ältere AI-Version, gebaut zwischen 1977 und 1981 und passt zeitlich also perfekt zu meiner Nikkormat FT3. Diese Kombination habe ich auch sehr gerne danach noch verwendet. In der Geschichte der Nikkor-Objektive dieser Brennweite nimmt es für mich einen besonderen Platz ein, denn es ist das kompakteste von allen und besticht trotzdem durch eine exzellente Abbildungsleistung. Das Filtergewinde mit 52mm findet man nicht bei vielen Superweitwinkelobjektiven und ist Standard bei kleineren Nikon-Objektiven, so dass ich meine Filtersammlung hier weiter verwenden konnte. Als Sonnenblende gibt es Nikons HK-6 dazu, ich habe sie zusammen mit dem Objektiv erstanden und meist auch verwendet, auch wenn sie vermutlich nicht notwendig ist.
Nikon hat das Objektiv 1984 durch durch den lichtstärkeren, aber auch größeren (62 mm Filtergewinde) Nachfolger Nikkor 20 f2.8 ersetzt. Ein Objektiv, das bis heute in einer manuellen und einer AF-Fassung gebaut wird. Wer ein kompaktes 20er für die Nikon sucht, sollte sich das Voigländer Color-Skopar 20 mm f3.5 SL-II anschauen, es ist bei sehr guten Abbildungsleistungen (auch an DSLRs) noch kompakter als das Nikkor!

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