Dies wird mein Objektiv werden. Ich habe endlich mal bei einer e-bay Auktion den Zuschlag bekommen. Zugegeben, mit $145.50 inklusive Versand aus Japan eigentlich außerhalb des Budgets für mein Projekt. Trotzdem ist ein echtes Schnäppchen. Ich beobachte ja den Markt bei e-bay schon länger und habe gerade nochmal den Preisindex aktualisiert. Diese Linse geht im Schnitt für $215 über den Ladentisch (inkl. Versand), und mein Teil hier war am unteren Rand der Verteilung. Wenn ich es endlich selbst in Händen halte, werde ich Kamera plus Objektiv nochmal in einem ausführlichen Beitrag hier würdigen.
2013-08-31
2013-08-03
Projekt PEN (#12, Belichtungsmesser)
Noch kein Objektiv, aber "den" Belichtungsmesser hat mein Projekt jetzt. Das Ding kam heute aus Japan an und hat mich $17.47 plus $8 Versand gekostet. Äußerlich ist es wirklich gut erhalten, es funktioniert aber nicht richtig (wie so viele alte Belichtungsmesser...). Ich werde es bei Gelegenheit mal zerlegen und schauen, was sich machen lässt. Danach berichte ich dann noch ausführlicher...
Projektkosten bisher: $112.06 (Gegenwert: 3 Gehäuse, davon 1 defekt, 1 defektes Endoskop inkl. Kameraadapter, 1 Belichtungsmesser)
2013-07-19
PEN F system lenses price index
![]() |
| 2013 price development on ebay including shipping. |
Type | Lens | Focal Length | Average Price | # of sales | sigma |
|---|---|---|---|---|---|
| Wide | G.Zuiko AUTO-W | 20mm f/3.5 | $263 | 9 | $55 |
| E.Zuiko AUTO-W | 25mm f/4 | $214 | 9 | $70 | |
| G.Zuiko AUTO-W | 25mm f/2.8 | $312 | 5 | $63 | |
| Standard | F.Zuiko AUTO-S | 38mm f/1.8 | $155 | 79 | $35 |
| G.Zuiko AUTO-S | 40mm f/1.4 | $212 | 22 | $51 | |
| H.Zuiko AUTO-S | 42mm f/1.2 | $620 | 7 | $105 | |
| Telephoto | G.Zuiko AUTO-T | 60mm f/1.5 | $700 *h | 4 | n.a. |
| F.Zuiko AUTO-T | 70mm f/2 | $513 | 2 | n.a. | |
| E.Zuiko AUTO-T | 100mm f/3.5 | $94 | 30 | $30 | |
| E.Zuiko AUTO-T | 150mm f/4 | $100 | 7 | 51 | |
| Super Telephoto | E.Zuiko T | 250mm f/5 | - | - | - |
| E.Zuiko T | 400mm f/6.3 | - | - | - | |
| Zuiko Mirror T | 800mm f/8 | - | - | - | |
| Zoom | Zuiko AUTOZOOM | 50–90mm f/3.5 | $79 *l | 16 | $29 |
| Zuiko ZOOM | 100–200mm f/5 | $83 | 3 | n.a. | |
| Others | E.Zuiko AUTO-S | 38mm f/2.8 | $399 | 3 | n.a. |
| D.Zuiko AUTO-S | 38mm f/2.8 | 307 | 4 | n.a. | |
| E.Zuiko MACRO | 38mm f/3.5 | $389 | 3 | n.a. |
Prices on ebay.com including shipment to NJ, USA. Only "real" auctions with minimum 2 bids and a reasonable starting price have been used for calculation. Shipping costs are in the range between $6 and $30, for some international shipping even higher. Sigma is the Standard Deviation.
Time frame covered: April 18, 2013 to November 27, 2013, I'll update this list from time to time.*h: highest price lens: $1,261, never used in original box
*l: lowest price lens: $31, very worn but functional.
2013-07-16
Projekt PEN (#11, fehlendes Glas)
| ...leider nur ein Bild von e-bay. |
Dies ist das fehlendende Stück Glas für mein kleines Projekt und noch immer in weiter Ferne. Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit fast alle e-bay Auktionen, bei denen PEN F Objektive gehandelt werden und es sind nicht wenige. Dafür dass diese Dinger schon seit geraumer Zeit Altglas sind und vermutlich nicht viel mehr können (oder doch?) als andere Linsen aus der Zeit, erzielen sie immer noch erstaunliche Preise. Dieses hier, das Standardobjektiv F.Zuiko Auto-S 38 mm f/1.8 kostete Mitte der 60er Jahre neu $39.95 (OK, die waren damals mehr wert als heute). Bei e-bay fängt der Spaß heute bei ca. $150 an und ich habe Auktionen gesehen, die inkl. Versand bei ca. $250 endeten. Und das ist das Standardobjektiv, andere seltenere Stücke, besonders die hochlichtstarken Gläser 70 mm f/2 und 42 mm f/1.2 erzielen Preise jenseits der $400. Das preisgünstigste ist das 100 mm f/3.5 gefolgt vom 50-90 mm Zoom. Beide sind meist für knapp unter $100 zu haben. Ich werde den Markt also noch weiter verfolgen (auch noch nach einer dritten defekten F) und vielleicht hier mal das aktuelle Preisgefüge posten.
2013-07-09
Projekt PEN (#10, Porroprisma)
Ich habe nun also aus zwei defekten PEN F eine funktionierende gebastelt. Der Rest ist fast eine vollständige Kamera in Ersatzteilen. Daher traue ich mich hier, das Spiegelgehäuse mit dem defekten Spiegel mal komplett zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Es war nicht wirklich schwer, allerdings ohne entsprechende Vorkehrungen hinterläßt man doch Fingerabdrücke etc. auf den empfindlichen Glasflächen. Hauptzweck bei meiner Aktion, war zu schauen, wie einfach die Einstellscheibe ausgetauscht werden kann (Stichwort: Endoskopkamera). Antwort: Sehr schwierig, der Rahmen der Scheibe ist quasi ans Prisma geklebt. Fazit: Austausch kann ich vergessen....
2013-07-07
Projekt PEN (#9, Zwischenziel geschafft)
Zwischenziel 1 ist geschafft! Ich habe eine funktionierende und sogar recht ansehnliche PEN F. Wie schon angebdeutet habe ich dazu geschickt Teile der beiden defekten Kameras kombiniert, dann gereinigt und neu geölt. Hier ist die Liste, welches Teil meiner neuen Kamera von welcher ursprünglichen Kamera stammt:
- Oberkappe, Auslöser und Zeiteneinstellrad: Kamera 1 (#116918)
- Druckgussgehäuse inkl. Filmaufzug etc. : Kamera 2 (#142156)
- Verschluss : Kamera 1
- Spiegel, Spiegelkasten und Suchersystem : Kamera 2
- Spiegelmotor : Kamera 1
- Rückwand, Kunstleder für die Front : Kamera 2
- Bajonett, Rückspulkurbel, Kameraboden : Kamera 1
Was mir natürlich noch fehlt ist ein entsprechendes Originalobjektiv, am besten natürlich die Standardlinse F.Zuiko Auto-S 38 mm f/1.8. Schaun wir mal...
2013-07-05
Projekt PEN (#8, Endoskop)
Kamera No. 3 erreichte mich gestern. Es handelt sich um ganz was Spezielles und ich muss zugeben, dass sie nicht ganz so in mein Projekt passt, wie ich gehofft hatte. Olympus war schon immer stark bei Mikroskopen und auch medizinischem Gerät, da lag es nahe auch eine spezielle Variante der PEN F dafür anzubieten und mit dem entsprechen Zubehör zu verkaufen.
Das hier ist ein Endoskop und da es (wie ein Mikroskop) sowieso kreisrunde Bilder liefert hatte die spezielle PEN F Variante eine runde Einstellscheibe mit einem Fadenkreuz. Die Kamera selbst ist von ihrer Bauart eher eine PEN FT, allerdings ohne Belichtungsmesser und Selbstauslöser. Auch wenn das wesentliche Bauprinzip von der ursprünglichen F beibehalten wurde hat Olympus Feinheiten in der Mechanik optimiert. Damit lässt sich diese Kamera nicht 100%ig mit Ersatzteilen meiner anderen beiden Kameras kombinieren. Außerdem scheint alles mit der Kamera zu stimmen: der Verschluss läuft, der Spiegel klappt., etc. Jetzt weiß ich nicht wirklich was ich machen soll: behalten als seltene Variante, oder verkaufen als seltene Variante, um mein Objektiv zu finanzieren. Ach so: $50 plus $12.35 Versand hat das Schätzchen mich gekostet. Ich werde die Kamera hier nochmal intensiver dokumentieren, dann mal sehen...
2013-07-03
Projekt PEN (#7, Spiegelmotor)
Meine Bemühungen zur Revitalisierung wenigstens einer der beiden Kameras (mit Hilfe von Ersatzteilen aus der anderen) machen Fortschritte. Gestern abend war ich in der Lage eine Kombination zusammenzuschrauben, die ich ein paar mal hintereinander korrekt auslösen konnte (mit Spiegelklappen etc.). Allerdings blieb dann wieder der Spiegel hängen, was wieder Demontage und anschließende Re-Montage mit Vorspannen des Spiegelmotors etc. nach sich zieht. Alles schön bei der Olypedia beschrieben. Dem Spiegelmotor scheint eine zentrale Rolle für die Funktionsfähigkeit der Kamera zuzukommen: Bleibt dieser hängen, klappt es auch mit dem Verschluss nicht mehr.
Deshalb hier eine kurze Beschreibung, was eigentlich beim Druck auf den Auslöser an dieser zentralen Stelle abläuft. GIF sei Dank oben auch im Zeitraffer. Wir schauen hier von oben auf die Mechanik, die direkt unter dem Spiegelkasten sitzt. Der Spiegel ist ungefähr über der großen silbernen Schraube gelagert und zeigt in Ruhestellung in Richtung A. Eine Nase unter dem Spiegel steckt im Loch S, dadurch wird später der Spiegel nach rechts mitgenommen.
Beim Aufziehen der Kamera wird über das Zahnrad Z eine Spiralfeder gespannt, die später eine Welle im Zentrum von Z dreht. Beim Auslösen wird die Sperrklinke A entsperrt, die Welle läuft los und zieht den Spiegel sowie den Blendenmitnehmer C mit nach rechts. Eine damit verbundene Stange löst den Verschluss aus. Der Hebel unter dem Spiegel hakt nun in die zweite Sperrklinke B ein, die vom Verschluss erst nach dessen Ablauf wieder entsperrt wird. Die Welle läuft weiter und schiebt Spiegel und Blendenmitnehmer wieder zurück in die Ausgangsposition. Alles klar?
2013-07-01
Projekt PEN (#6, Kamera 2 Analyse)
Früher als erwartet kam heute Kamera Nummer 2 (auf dem Foto hinten) bei mir an, nach erstem Anschein in gar nicht so schlechten Zustand wie vom Verkäufer beschrieben. Die obere Gehäusekappe wurde zwar übel zugerichtet, jemand hat eine zweite Blitzbuchse an die Vorderseite gelegt und einen Zubehörschuh auf die Oberseite geschraubt. Außerdem wurde eine 11-stellige Zahlenfolge unterhalb der Seriennummer (142156, von Mitte 1964) eingeritzt. Eine recht grobe Beule hinten links bei der Rückspulkurbel disqualifiziert diese Kappe endgültig für die weitere Verwendung an meiner Zielkamera. Dafür sind Rückklappe und Bodenplatte in besserem optischen Zustand als bei Kamera No. 1.
Das Zerlegen zur weiteren Analyse ging mir nach den Erfahrungen mit Kamera No. 1 (oben im Bild) leicht von der Hand. Spiegel, Spiegelkasten mit der Prismengruppe und der Spiegelmotor scheinen in einwandfreiem Zustand. Dafür hakt es heftig im Verschluss, warum muss ich noch rausfinden. Im Ganzen sieht es aber so aus, als ob ich wirklich zwei komplementär defekte Gehäuse in den Händen halte. Beste Voraussetzungen also am Ende eine funktionierende daraus zu basteln. Demnächst mehr dazu...
2013-06-29
Projekt PEN (#5, Rotationsverschluss)
Neben dem Porroprisma die andere herausstechende Besonderheit der PEN F Serie: Der Rotationsverschluss. Ich habe hier schon mehrfach über Kameraverschlüsse geschrieben: Seiko MFC-E, Compur-Rapid, der schnellste KB-Zentralverschluss und natürlich der damals schnellste Schlitzverschluss. Aber auch zwei KB-Kameras mit Rotationsverschlüssen habe ich schon in meiner Sammlung, beide gehören wie die PEN-Serie zu den Halbformatkameras, wenn man bei der Robot und ihren quadratischen 24x24 mm ein Auge zudrückt. Die Universal Mercury II ist quasi das Verschlussvorbild für die PEN, auch wenn Maitani-san die Sache hier viel eleganter gelöst hat. Im Gegensatz zur Mercury plazierte er das Zentrum der rotierenden Scheibe direkt neben die längere Seite des 18x24 mm großen Bildfensters, was zur deutlich kompakteren Bauweise führt und der PEN den häßlichen Verschlussbuckel der Mercury erspart. Außerdem generiert der Olympus Verschluss verschieden lange Zeiten durch Variation der Rotationsgeschwindigkeit, die Mercury verwendete stets dieselbe (relativ langsame) Geschwindigkeit und veränderte die Schlitzbreite.
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Damit gibt der Verschluss der PEN das Bildfenster bei allen Zeiten komplett frei, man kann also bis zur kürzesten Zeit von 1/500 s blitzen. Außerdem kommt es nicht zu den seltsamen Verzeichnugsartefakten schneller Schlitzverschlüsse bei sich bewegenden Objekten, die im Falle der Mercury wegen des keilförmigen Schlitzes besonders merkwürdig sein können. Die strukturierte Titanfolie des Olympus Verschlusses erreicht bei der 1/500 s eine Geschwindigkeit von ca. 27 m/s, viel schneller als die schnellsten jemals gebauten Schlitzverschlüsse. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz fair, da diese Geschwindigkeit nur für denäußeren Rand der Scheibe gilt. Trotzdem hatten Maitani und Kollegen extreme Probleme die richtigen Werkstoffe für die extremen Belastungen während des Verschlussablaufs zu finden, wie sie in einem Beitrag zur Olympus-Geschichte beschreiben. Diese Schwierigkeiten sind auch der Grund, warum Rotationsverschlüsse maximal beim Halbformat zu finden sind. Ich jedenfalls bin einigermaßen Stolz nun alle (!) drei bekannten KB-Kameratypen mit Rotationsverschluss (natürlich gibt es jeweils verschiedene Modellvarianten) in meiner Sammlung zu haben.
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