2010-08-29

Vivitar 3200

Für meine im Aufbau befindliche Nikon EM Ausrüstung kaufte ich mir am 28. Februar 1983 (natürlich in der dunklen Jahreszeit!) ein Blitzgerät, genauer: einen sog. Computerblitz. Es gab von Nikon selbst das Blitzgerät SB-E, welches auf die Kamera abgestimmt und damit besonders bequem zu bedienen war. Das sollte aber 169 DM laut Preisliste kosten. Für 99,50 DM (plus Batterien) kaufte ich also das Vivitar 3200, welches mit unterschiedlichen Adaptern (das untere Drittel des Blitzes konnte man austauschen) für Kameras angeboten wurde, die besondere Blitzfunktionen boten.
Auf dem Adapter für Nikon Kameras gibt es eine Schalter-Stellung "EM" und damit verhält sich der Blitz wie der SB-E. Sind Kamera und Blitz angeschaltet und der Blitz ist bereit (also die Kondensatoren voll aufgeladen), dann erscheint im Sucher eine kleine rote LED. Außerdem stellt sich automatisch die Synchronisationszeit von 1/90s ein und die Kamera übermittelt dem Blitz eingestellte Blende (und Filmempfindlichkeit), der Blitz wählt dann automatisch den richtigen Blitzmodus. Das war alles schon sehr komfortabel, aber noch keine TTL (through the lens)-Blitzautomatik, die gab es erst bei späteren Nikon SLR's. Ein dezentes Piepen (abschaltbar) zeigte dem Fotografen außerdem an, ob die Blende im richtigen Bereich eingestellt war (langsames Piepen), oder eben falsch (schnelles Piepen).
Auf der Rückseite gibt es für die Benutzung am Standard-Adapter die obligatorische Blenden/Entfernungstabelle, wo man die drei farbigen Modi erkennen kann. Gut, dass das an der EM einfacher war. Wer rechnen kann, sieht, dass der Blitz Leitzahl 18 hat, 1 Pünktchen mehr als der SB-E. Der Blitz wurde übrigends mit beiden Adaptern geliefert. Ich habe ihn ein paar Jährchen sporadisch benutzt, ein großer Blitzlichtfotograf war (und bin) ich nie gewesen. Als ich mir später einen besseren Blitz zugelegt habe, wurde der Vivitar verkauft.

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