2010-10-28

Jenoptik JD C350

Man kann es kaum glauben, aber diese kleine Kamera war die erste DigitalkniPPse in unserem Haushalt.  Ich habe sie im Herbst 2002 für 50 € bei ebay per Sofortkauf erstanden und meiner Tochter, die sich einen eigenen Fotoapparat wünschte, zum 6. Geburtstag geschenkt. Mir war vorher klar, dass das Teil keinen hohen fotografischen Ansprüchen genügen würde, aber als Kamera für ein Kind erschien sie mir ideal, erspart man sich doch die Ermahnungen "Sei sparsam mit dem teuren Film!"
Das Ding hatte 8 MB eigenen Speicher (keine Karte!) und konnte in maximaler VGA-Auflösung (640x480 Pixel, sprich 0.3 MP) 26 Bilder unkomprimiert abspeichern. Man konnte noch einen LowRes Modus wählen (320x240 Pixel), dann gingen entsprechend mehr Fotos drauf. Mittels USB-Kabel und einem speziell zu installierenden Treiber gelangten die Bilder auf die Festplatte. Mit einem anderen Treiber kann man die Kamera auch als Webcam nutzen. Ich denke das zeigt sehr schön, wozu Sensor und Optik eigentlich bestimmt waren. Meine Tochter hat eine zeitlang wirklich damit fotografiert, doch schon bald fing die Kamera an, Schwierigkeiten zu machen. Die drei AAA-Batterien waren leer, oder der Auslöser klemmte (tut er heute noch!), so dass das Ding irgendwann in der Schublade verschwand. Ich war nicht der einzige, der am Ende von der Kamera etwas entäuscht war, wie hier ganz nett nachzulesen ist. Folgendes Bild von meiner Tochter habe ich mit dieser Kamera damals gemacht:
Man sieht hieran neben der geringen Auflösung die größten Schwächen: Ein sehr geringer Kontrastumfang (besonders die Lichter zeigen keine Zeichnung), ein rot-oranger Farbstich besonders bei mangelnder Belichtung und aus freier Hand gerne mal die eine oder andere Bewegungsunschärfe. Trotzdem: Wenn sie ein bisschen robuster gewesen wäre, dann wäre sie als Kinderkamera durchaus zu empfehlen. Weitere technische Details auf der Kameraseite.

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