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2025-04-01

Lego 31147

Es gibt sie wirklich: die Kategorie Spielzeug-Kameras (engl. Toy Cameras). Meist werden darunter Plastik-Kameras verstanden, mit denen man sogar noch fotografieren kann. Aber auch einfache Attrappen oder andere Alltagsgegenstände in Form einer Kamera fallen darunter. Sogar McKeown's widmet ihnen ein paar Seiten in seinem Sammler-Katalog. Dies hier aber ist etwas Spezielles, eben weil es das berühmte LEGO ist und man aus den 261 Einzelteilen auch andere Dinge bauen kann. 

Sie ist ein Produkt aus dem letzten Jahr und fiel mir erstmalig beim Lego-Weihnachtsgeschenkbummel für die Enkel in die Hände. Für die Enkel haben wir noch was Besseres gefunden, aber meine damals gezeigte Begeisterung hat dazu geführt, dass meine Frau mir das Ding später im Winterurlaub zum eigenen Zeitvertreib geschenkt hat.  
Ich bin tatsächlich begeistert, wie gut die Designer mit den beschränkten Möglichkeiten, die Lego-Steine eben so bieten, den generischen Charakter einer "Retro"-Kamera getroffen haben. Wenn das Ding heute zwischen meinen anderen Schätzen im Regal steht, fällt sie nicht mal besonders auf. Auch die natürlich beschränkte Funktionalität besticht: die beiden mitgelieferten Filme mit vorgefertigten Motiven lassen sich durch Öffnen der Rückwand einlegen. Wirklich gelungen! Ich habe länger mit mir gerungen, ob ich es hier posten soll, aber dann dachte ich: Heute ist ein gutes Datum dafür...

Datenblatt Spielzeugkamera aus 261 Teilen
Objektiv abnehmbar
Verschluss Auslöser beweglich, sonst imaginär.
Belichtungsmessung    unnötig
Fokussierung Objektiv ist drehbar
Sucher Durchsichtsucher über dem Objektiv, auch wenn die Form der Kamera ein SLR-Prisma andeutet.
Blitz Keiner, Zubehörschuh mit Mittennüppel
Film zwei mitgelieferte, einsetzbare Filme mit insgesamt 6 schon fertigen Dia-Motiven.
sonst. Ausstattung Handschlaufe, Rückspulkurbel, Rückwand zum Öffnen
Maße, Gewicht 125x72x83 mm, 161g (Film: 10.5g)
Baujahr(e) 2024
Kaufpreis, Wert heute 180 DKK, 20€
Links Lego-Website

2012-11-05

The Kodachrome story - History of modern color film (part 2)

 
Die beiden befreundeten Berufsmusiker Leopold Godowsky (mit der Geige) und Leopold Mannes experimentierten als begeisterte Hobbyfotografen mit allerlei Fotochemie und stießen  nach 1922 auf die Patente von Rudolf Fischer, der die chromogene Farbfotografie  und damit das Prinzip des modernen Farbfilms schon 1911 erfunden hatte. Leider konnte dieser das Problem der unerwünschten Diffusion der Farbkuppler zwischen den verschiedenen Gelatineschichten nicht lösen. 
Godowsky und Mannes machten sich zunächst selbstständig an die Arbeit wurden 1930 schließlich von Kenneth Mees, dem Forschungsdirektor von Eastman Kodak nach Rochester, NY gelockt, wo ihnen ein großes Labor und eine Schar von Mitarbeitern zur Verfügung standen, um das fertig zu entwickeln, was wir als Kodachrome kennengelernt haben.
"Man and God" (der Mensch und Gott), wie die beiden scherzhaft genannt wurden, überwanden das Farbkuppler-Diffusionsproblem durch den sogenannten "kontrollierten Diffusions-Bleichprozess", eine aufwändige 27-stufige Entwicklungs-Prozedur. Das dazugehörige Patent US 2,113,329 wurde am 27. Februar 1935 angemeldet, also heute vor 76 Jahren. Auch in Europa wurden entsprechende Patente angemeldet, in Deutschland u.a. DRP 723388 und DRP 631324. Der erste Film (ein 16 mm Schmalfilm) kam am 15. April 1935 auf den Markt und war damit der erste kommerzielle, moderne Mehrschichten-Farbfilm.
Leopold Godowsky (with the violin) and Leopold Mannes, two friends and both professional musicians were also enthusiastic hobby photographers. In 1922 they experimented with some photo chemistry and discovered the patents of Rudolf Fischer, who invented the the so-called chromogenic color photography and with that the principle of the modern color film already in 1911. Unfortunately, Fischer was not able to overcome the problem of undesired diffusion of the color couplers between the different gelatin layers.
At first Godowsky and Mannes started their own research lab. Eventually, in 1930 they were hired by Kenneth Mees, research director of Eastman Kodak in Rochester, NY. At Kodak's headquarters they headed a big new lab with a bunch of technicians to help them. Finally, the group developed what we got to know as Kodachrome.
"Man and God" how the two used to be named solved the problem by the so-called controlled diffusion bleach process, a complicated 27 steps comprising film development procedure. The appendant patent US 2,113,329 was filed on February 27, 1935. Kodak also filed for patents in Europe, e.g. the German applications DRP 723388 and DRP 631324. The first film (in form of a 16 mm movie film) was launched on the market on April 15, 1935 and with this date Kodak won the race for the first commercially available modern multilayer color film.

Etwas vereinfacht steht in den Patenten folgendes: Der Kodachrome ist im Grunde ein reiner Schwarz-Weiß-Film mit u.a. drei für die jeweiligen Farben Blau, Grün und Rot sensibilisiere Emulsionsschichten. Zunächst gibt es eine S/W-Umkehrentwicklung (Kodachrome ist ein Dia-Film) für alle drei Schichten gleichzeitig. Nach Entfernung des ursprünglichen S/W-Negativ-Silbers wird nun stufenweise mit der Farbentwicklung begonnen. Die einzelnen (und unterschiedlichen Farbentwickler) enthalten neben der Entwicklersubstanz auch den entsprechenden Farbkuppler. An den Stellen, wo nun das positive Silberbild ist kommt es zur Reaktion zwischen beiden und der unlösliche Farbstoff entsteht. Man beginnt mit dem Cyanfarbstoff (rotempfindliche, unterste Schicht) und muss dann anschließend aus den beiden anderen Schichten darüber diesen wieder ausbleichen. Dieser Schritt ist die sogenannte diffusionskontrollierte Bleiche, der entscheidende Schritt. Mit den beiden darüberliegenden Schichten verfährt man genauso, d.h. zunächst den Magentafarbstoff in der mittleren Schicht erzeugen und in der obersten wieder ausbleichen und am Schluss Yellow für die oberste Lage. Am Ende wird alles Silber aus dem Film rausgelöst, alle überflüssigen Chemikalien entfernt und es bleibt ein farbiges Diapositiv über.
What is described in the patents (somehow simplified): The Kodachrome essentially is a pure black and white film comprising three photographic emulsion layers, which are sensitized for the respective colors red, green and blue.
First, there is a black and white reversal processing (Kodachrome was a reversal film) for all three layers. After removal of the B&W negative silver the color processing is done step-by-step, layer by layer. The respective color couplers are contained in the individual and different color developer solutions, but in their reduced form they do not react with each other. Only at the positions of the positive silver image a chemical reaction is triggered between the two, and the insoluble dye is formed. The process starts with the cyan dye (red-sensitive, bottom layer) and subsequently this has to be bleached from the other two layers on top again. This step is the so-called diffusion-bleaching, the crucial step. With the two top layers, the procedure is exactly the same: first generate the magenta dye in the middle layer and bleach it from the top layer and at the end again create yellow in the uppermost layer. At the end, all the silver is removed and all unnecessary chemicals are washed out. Voila: there is a color slide.
Kodachrome photo by Chalmers Butterfield of Shaftesbury Avenue from
Piccadilly Circus, in the West End of London, c. 1949 (source: Wikimedia)
Das Verfahren war so kompliziert, dass kein Fotograf oder gar Fotoamateur seinen Kodachrome selbst entwickeln konnte. Kodak hat das übernommen, bzw. in den USA nach einem Kartellstreit auch anderen Fachlaboren überlassen (müssen). Auch wurde die Prozedur schon 1938 "vereinfacht": Die diffusionskontrollierte Bleiche wurde durch die selektiven Nachbelichtungen und eine sog. schleiernde Entwicklung ersetzt.  Somit sind heute waren bis vor kurzem nur noch 16 Schritte erforderlich, die ein geübtes Fachlabor in 30 Minuten absolviert hat. Nach wie vor aber waren die Farbkuppler nicht im Film selbst enthalten, sondern kamen aus der Entwickler-Lösung. Dies machte den Kodachrome-Film nicht nur zum schärfsten, hochauflösendsten, sondern auch gleichzeitig zum langlebigsten Farbfilm für über 50 Jahre!
The procedure was so complicated that neither professional nor amateur photographers could process their Kodachrome by themselves. Initially Kodak offered this service exclusively, but after an antitrust case in the US they had to offer the processing chemicals also to independent labs. Also, the procedure has been "simplified" in 1938: The diffusion-controlled bleaching was replaced by  selective re-exposure and a so-called fogging development. Thus, today until recently, only 16 steps were required to be completed by a trained specialized lab in about 30 minutes. As before, however, the color couplers were not contained in the film itself, but were included in the developer solution. This made the Kodachrome film not only the sharpest, the highest resolution, but at the same time the most durable color film for over 50 years!
Der Kodachrome 64 (und später der Kodachrome 200) war auch mein Lieblings-Diafilm, auch wenn ich ihn mir nicht immer leisten konnte und daher auf preiswertere E6-Alternativen umgestiegen bin. Insbesondere für Urlaubsreisen hatte er einen Vorteil: In der Packung war immer ein Rücksendeumschlag zum Kodak-Labor (in Deutschland: Stuttgart), so dass man die im Urlaub schon weggeschickten Filme bei der Rückkehr zuhause fertig entwickelt im Briefkasten fand. 
Aber es kam, wie es kommen musste. Mitte der 90er sind andere Filme qualitativ endlich konkurrenzfähig und die Digitalfotografie versetzte Kodachrome endgültig den Todesstoß. Kodak hat am 22. Juni 2009 mitgeteilt auch den letzten verbliebenen Filmtyp (den 64er) nicht mehr zu produzieren, am 30.12.2010 wurde der letzte Film entwickelt. Aber zum Trost: Er wird vermutlich der einzige Film bleiben, der in einem populären Popsong besungen wurde:
The Kodachrome 64 (and later Kodachrome 200) was my favorite slide film, even if I could not afford it all the time and sometimes switched to cheaper E6 alternatives. Especially for holiday trips, Kodachrome had an advantage: In the pack was always a return envelope to the Kodak lab (in Germany: Stuttgart). If you mailed the exposed films during the trip, you would already find the slides in the mailbox when returning home. 
But eventually the inevitable happened. During the 1990ies other films in terms of quality became competitive and later the digital photo revolution sounds the death knell for Kodachrome. On June 22nd, 2009 Kodak announced to discontinue production of the last remaining film type (the 64), on December 30th, 2010 the last film was processed. But as some consolation, Kodachrome will probably remain the only film a popular pop song was dedicated to:



Die anderen Teile dieser kleinen Geschichts-Serie...
Other parts of this little history series... 
1) Invention of the modern multilayer color film - 100 Jahre moderner Farbfilm
2) Kodachrome 
3) Agfacolor Neu
4) Ektachrome and Kodacolor

2012-04-15

Happy Birthday Kodachrome

Am 15. April 1935, also heute vor 77 Jahren kam in den USA der erste kommerziell erhältliche moderne Farbfilm auf den Markt: der legendäre Kodachrome Diafilm. Gelegenheit genug, nochmal auf meine Serie über die Geschichte der Farbfotographie hinzuweisen, die ich letztes Jahr online gestellt habe:

Teil 1: Die Geschichte von Rudolf Fischer und seiner Farbfilm-Idee
Teil 2: Die Kodachrome Story
Teil 3: Agfacolor Neu
Teil 4: Ektachrome und Kodacolor

2011-05-14

Hama Diaschneidegerät

Das Ganze kann man auch mit einer Schere machen: Dias schneiden. Und das habe ich auch bei vielen meiner über 5000 Dias gemacht. Irgendwann Anfang der 90er bin ich dann günstig in Besitz dieses komfortablen Diaschneiders gekommen. Eingebaut ist ein Kühlschranklämpchen und aufgesetzt ist eine Lupe, womit manschon während des Rahmungsvorgangs die Dias genauer betrachten kann.
Viele kleine Details runden dieses Zubehör ab. Das Vorschubrädchen, die Griffmulde zum Entnehmen des abgeschnittenen Dias etc. Das Ganze Ding wirkt ein bißchen wie aus dem Braun Designstudio.

2011-04-04

Kodacolor and Ektachrome

Was bisher geschah: Rudolf Fischer hatte 1912 den modernen "chromogenen" Farbfilm erfunden, konnte aber das Wandern der Farbkuppler zwischen den verschiedenen Gelatineschichten nicht verhindern und damit seine brilliante Idee technisch nicht umsetzen. Über 20 Jahre später gelingt es (unabhängig voneinander) den Firmen Agfa und Kodak über verschiedene Wege das Problem zu lösen. Als erste bringt 1935 Kodak den Kodachrome-Diafilm auf den Markt, sie bringen die Farbkuppler erst während eines sehr komplizierten Entwicklungsprozesses in die Filmschichten.
 
The story so far: In 1912 Rudolf Fischer invented the modern "chromogenic" color film<. However, he could not prevent the crucial color couplers to migrate between the different gelatin layers. Therfore he had no technical solution for his otherwise so brilliant idea. It took about 20 years unless the two companies Agfa and Kodak independently overcame the issue using different chemistry and processes. In 1935 Kodak was first on the market with the Kodachrome reversal film. The color couplers were introduced into the film layers in a very complicated multistep process during film development.

Die Agfa-Forscher kommen mit ihrer Lösung der sog. "diffusionsechten Kuppler" Fischers ursprünglicher Idee deutlich näher und bringen 1936 den Agfacolor-Neu Film auf den Markt. In den folgenden Jahren (und sogar Jahrzehnten) liefern sich beide Firmen einen technologischen Wettlauf, der immer weitere Verbesserungen bringt. Am Ende (ca. 50 Jahre später) gewinnt Kodak das Rennen. Die technische Grundlage für den Sieg ist das 1940 eingeführte Verfahren der "ölgeschützten Kuppler", welches die Basis für Kodaks Kodacolor und Ektachrome Filme ist und heute die einzige (analoge) Farbfilmtechnik, die noch verwendet wird. 
The Agfa researchers actually came closer to Fischer's basic idea and solved the issue with so-called "diffusion resistant couplers" and designed a pretty simple process. In 1936 the "Agfacolor Neu" film was launched on the market. During the following years (and even decades) the two  companies gave each other a technological race, which always brought further improvements. Eventually, and about 50 years later Kodak won the race when Agfa and other companies switched to Kodak's chemistry and labs would only take this type of film. Key for this victory was a new method adopted in 1940 using "oil protected couplers".  It was the basis for Kodak's Kodacolor (negative) and Ektachrome (reversal) films and is actually the only (analog) color film technology still in use. 
Auslöser für die Entwicklung des neuen Verfahrens war mal wieder der Krieg. Während Hittler-Deutschland mit dem Agfacolor-Neu einen Farbfim besaß, welcher relativ einfach auch an der Front von den Fotografen selbst verarbeitet werden konnte, so war das konkurrierende Kodachrome-Entwicklungsverfahren so kompliziert, dass nur wenige Kodak-Fachlabore es beherrschten. Die Amerikaner beauftragen Kodak daher einen neuen Film besonders für die Luftaufklärung zu entwickeln, der auch im Feld entwicklet werden kann. Ab 1940 war der Kodacolor Aero Reversal Film (ein Diafilm!) einsatzbereit und basierte auf einer Idee des englischen Chemikers Michele Martinez, der seine 1937 eingereichte Patentanmeldung US2284877 auf Kodak überträgt. Die Kodak-Forscher Edwin E. Jelley und Paul W. Vittum verfeinern das Verfahren weiter (US2322027) und es bildet so die Grundlage für  die Kodacolor Negativfilme und Fotopapiere (ab 1942) und später Kodaks Ektachrome-Serie (Diafilme, ab 1946). 
Again, catalyst for the development of the new method was the war. With the Agfacolor technology Hittler-Germany had a color material relatively easy to process, a big advantage at the front where the soldiers could process their images by themselves. The competing Kodachrome, although higher in resolution, had to be processed at some few specialist Kodak laboratories. Therefore the American army entrusted Kodak with the development of a new film material especially for aerial reconnaissance. Top priority was the ability of easy in-the-field processing. Beginning in 1940, the Kodacolor Aero Reversal film was available for the desired purpose. The technology was based on an idea by the English chemist Michele Martinez. Kodak aquired his 1937 patent application US 2,284,877. The Kodak researchers Edwin E. Jelley and Paul W. Vittum refined the process further (US 2,322,027). Based on this technology Kodak launched negative films and photographic papers ("Kodacolor", from 1942) and later Kodak the Ektachrome series (reversal film, from 1946).
Die Idee hinter dem neuen Verfahren ist brilliant. Wie beim Agfacolor-Verfahren sitzen entsprechende (farblose) Farbkuppler, die mit dem Oxidationsprodukt des Entwicklers zusammen den Farbstoff bilden in den (mindestens) drei farbempfindlichen Schichten des Films. Die Grundchemie der Kuppler ist bei Kodak und Agfa dieselbe. Agfas Kuppler müssen aber zusätzlich  a) lange Alkylschwänze besitzen, die sie diffusionsfest machen; und b) Sulfon- oder Carboxylgruppen enthalten, die die Wasserlöslichkeit sicherstellen. Beim Kodakverfahren werden die Kuppler in ölige Harze eingebettet, die als Tröfchen in der Gelatineschicht fein verteilt werden. Die Kuppler selbst müssen also eine Löslichkeit in den organischen Ölen besitzen und werden damit vor der Diffusion beim wässrigen Entwicklungsprozess geschützt. Die Entwicklerlösung enthält dafür einen Lösungsvermittler (z.B. Benzylalkohol), der den oxidierten Entwickler in die Tröfchen zum Kuppler transportiert.
The idea behind the new method is brilliant. Like in the Agfacolor technology the specific (colorless) color couplers are a constituent of the respective three color-sensitive gelatin layers. They react with the oxidation product of the developer to form the final dye. The basic chemistry of the couplers are the same with Kodak and Agfa. However, the Agfa couplers need to carry a) long aliphatic tails that make them resistant to diffusion, and contain b) sulfonic or carboxylic groups to ensure water solubility. Kodak's chemistry is much simpler: The couplers are embedded in oily resins dispersed as small droplets within the gelatin layer. The couplers themselves have to have a solubility in organic oils and are thus protected from the diffusion into the aqueous environment of the development process. In contrast, the developer solution contains a solubilizer (eg. benzyl alcohol), to wrangle the oxidized developer in the oil droplets to react with the couplers.
Anfangs war das Agfacolor-Verfahren dem Kodakverfahren überlegen, da die Öl-Tröpfchengröße die Farbkörnigkeit des Films bestimmt. Kodacolor gab es daher zunächst als Rollfilm, da Vergrößerungen vom Kleinbildfilm häßlich ausgesehen hätten. Aber Kodak schaffte es schrittweise Empfindlichkeit und Feinkörnigkeit immer weiter zu steigern, so dass man am Ende sogar das kleine Negativformat der Disk-Kameras anbieten konnte. Als die Bildqualität passte, traten die wirtschaftlichen Vorteile des Kodakverfahrens zu Tage. Die Kuppler sind vermutlich chemisch einfacher und damit billigier zugänglich, außerdem laufen Kodaks Entwicklungsprozesse C-41 (Negativ) und E-6 (Diafilme) bei 38°C ab, und waren damit deutlich schneller (und damit preiswerter) als die Agfachemie. Agfa stellte ab 1978 schrittweise auf das Kodakverfahren um (wie auch fast alle anderen Filmhersteller zu der Zeit) und damit war das Wettrennen entschieden.
Hier zum Abschluss das wohl berühmteste Foto auf einem Ektachrome-Film: "Earthrise" aufgenommen am 24.12.1968 an Bord von Apollo 8 von William A. Anders, Hasselblad 500C, Carl Zeiss Objektiv 250 mm, Blende 11.
Initially the Agfacolor method was superior to the Kodak method, since the oil droplet size determines the color granularity ("grain") of the film. Kodak learned over the years how to create and stabilize smaller and smaller droplets. Initially, Kodacolor was only offered as roll film as enlargements from 135 film would have looked ugly. However, gradually increasing speed and fine grain Kodak could eventually offer even the tiny negative size of the disc cameras. When the image quality fit, the economic benefits of Kodak's technology came to light. The couplers are chemically simpler and therefore less expensive to make. In addition, Kodak's development processes C-41 (negative) and E-6 (reversal film) are performed at 38°C, significantly faster (and cheaper) than the Agfa chemistry. Beginning in 1978, Agfa gradually introduced new film generations using the Kodak process (as well as almost any other film producer at the time did). The race was over...

Finally, here is probably the most famous photograph on an Ektachrome film: "Earthrise" taken on Christmas Eve, 1968 aboard Apollo 8 by William A. Anders, Hasselblad 500C, Carl Zeiss lens 250 mm, f/11.


Für Interessierte zum Weiterlesen (zusätzlich zu den Links in den früheren Posts): Die Ausgabe des Magazin Life vom 12. Juni 1944 mit dem Artikel über den Kodacolor Aero (S.53) und einer ganzseitigen Anzeige der Firma Ansco (S.10), die das Agfa-Verfahren verwendete; Michael Talbert's Photomemorabilia; Ein schönes Vorlesungsskript der Uni Basel; David Rogers' "The Chemistry of Photography", RCS Publishing 2007. Ronald D. Theys and George Sosnovsky, Chem. Rev. 1997, 97, 83-132.
For further reading (in addition to the links in the previous posts): An issue of Life magazine, June 12th, 1944 with the article about the Kodacolor Aero (p.53) and a full-page advertisement of the company Ansco (p.10), which used the Agfa process; Michael Talbert's Photomemorabilia; David Rogers' "The Chemistry of Photography" , RCS Publishing 2007. Ronald D. Theys and George Sosnovsky, Chem Rev. 1997, 97, 83-132.


Die anderen Teile dieser kleinen Geschichts-Serie...
Other parts of this little history series... 
1) Invention of the modern multilayer color film - 100 Jahre moderner Farbfilm
2) Kodachrome
3) Agfacolor Neu
4) Ektachrome and Kodacolor

2011-02-27

The Kodachrome Story

 
Die beiden befreundeten Berufsmusiker Leopold Godowsky (mit der Geige) und Leopold Mannes experimentierten als begeisterte Hobbyfotografen mit allerlei Fotochemie und stießen  nach 1922 auf die Patente von Rudolf Fischer, der die chromogene Farbfotografie  und damit das Prinzip des modernen Farbfilms schon 1911 erfunden hatte. Leider konnte dieser das Problem der unerwünschten Diffusion der Farbkuppler zwischen den verschiedenen Gelatineschichten nicht lösen. 
Godowsky und Mannes machten sich zunächst selbstständig an die Arbeit wurden 1930 schließlich von Kenneth Mees, dem Forschungsdirektor von Eastman Kodak nach Rochester, NY gelockt, wo ihnen ein großes Labor und eine Schar von Mitarbeitern zur Verfügung standen, um das fertig zu entwickeln, was wir als Kodachrome kennengelernt haben.
"Man and God" (der Mensch und Gott), wie die beiden scherzhaft genannt wurden, überwanden das Farbkuppler-Diffusionsproblem durch den sogenannten "kontrollierten Diffusions-Bleichprozess", eine aufwändige 27-stufige Entwicklungs-Prozedur. Das dazugehörige Patent US 2,113,329 wurde am 27. Februar 1935 angemeldet, also heute vor 76 Jahren. Auch in Europa wurden entsprechende Patente angemeldet, in Deutschland u.a. DRP 723388 und DRP 631324. Der erste Film (ein 16 mm Schmalfilm) kam am 15. April 1935 auf den Markt und war damit der erste kommerzielle, moderne Mehrschichten-Farbfilm.
Leopold Godowsky (with the violin) and Leopold Mannes, two friends and both professional musicians were also enthusiastic hobby photographers. In 1922 they experimented with some photo chemistry and discovered the patents of Rudolf Fischer, who invented the the so-called chromogenic color photography and with that the principle of the modern color film already in 1911. Unfortunately, Fischer was not able to overcome the problem of undesired diffusion of the color couplers between the different gelatin layers.
At first Godowsky and Mannes started their own research lab. Eventually, in 1930 they were hired by Kenneth Mees, research director of Eastman Kodak in Rochester, NY. At Kodak's headquarters they headed a big new lab with a bunch of technicians to help them. Finally, the group developed what we got to know as Kodachrome.
"Man and God" how the two used to be named solved the problem by the so-called controlled diffusion bleach process, a complicated 27 steps comprising film development procedure. The appendant patent US 2,113,329 was filed on February 27, 1935. Kodak also filed for patents in Europe, e.g. the German applications DRP 723388 and DRP 631324. The first film (in form of a 16 mm movie film) was launched on the market on April 15, 1935 and with this date Kodak won the race for the first commercially available modern multilayer color film.

Etwas vereinfacht steht in den Patenten folgendes: Der Kodachrome ist im Grunde ein reiner Schwarz-Weiß-Film mit u.a. drei für die jeweiligen Farben Blau, Grün und Rot sensibilisiere Emulsionsschichten. Zunächst gibt es eine S/W-Umkehrentwicklung (Kodachrome ist ein Dia-Film) für alle drei Schichten gleichzeitig. Nach Entfernung des ursprünglichen S/W-Negativ-Silbers wird nun stufenweise mit der Farbentwicklung begonnen. Die einzelnen (und unterschiedlichen Farbentwickler) enthalten neben der Entwicklersubstanz auch den entsprechenden Farbkuppler. An den Stellen, wo nun das positive Silberbild ist kommt es zur Reaktion zwischen beiden und der unlösliche Farbstoff entsteht. Man beginnt mit dem Cyanfarbstoff (rotempfindliche, unterste Schicht) und muss dann anschließend aus den beiden anderen Schichten darüber diesen wieder ausbleichen. Dieser Schritt ist die sogenannte diffusionskontrollierte Bleiche, der entscheidende Schritt. Mit den beiden darüberliegenden Schichten verfährt man genauso, d.h. zunächst den Magentafarbstoff in der mittleren Schicht erzeugen und in der obersten wieder ausbleichen und am Schluss Yellow für die oberste Lage. Am Ende wird alles Silber aus dem Film rausgelöst, alle überflüssigen Chemikalien entfernt und es bleibt ein farbiges Diapositiv über.
What is described in the patents (somehow simplified): The Kodachrome essentially is a pure black and white film comprising three photographic emulsion layers, which are sensitized for the respective colors red, green and blue.
First, there is a black and white reversal processing (Kodachrome was a reversal film) for all three layers. After removal of the B&W negative silver the color processing is done step-by-step, layer by layer. The respective color couplers are contained in the individual and different color developer solutions, but in their reduced form they do not react with each other. Only at the positions of the positive silver image a chemical reaction is triggered between the two, and the insoluble dye is formed. The process starts with the cyan dye (red-sensitive, bottom layer) and subsequently this has to be bleached from the other two layers on top again. This step is the so-called diffusion-bleaching, the crucial step. With the two top layers, the procedure is exactly the same: first generate the magenta dye in the middle layer and bleach it from the top layer and at the end again create yellow in the uppermost layer. At the end, all the silver is removed and all unnecessary chemicals are washed out. Voila: there is a color slide.
Kodachrome photo by Chalmers Butterfield of Shaftesbury Avenue from
Piccadilly Circus, in the West End of London, c. 1949 (source: Wikimedia)
Das Verfahren war so kompliziert, dass kein Fotograf oder gar Fotoamateur seinen Kodachrome selbst entwickeln konnte. Kodak hat das übernommen, bzw. in den USA nach einem Kartellstreit auch anderen Fachlaboren überlassen (müssen). Auch wurde die Prozedur schon 1938 "vereinfacht": Die diffusionskontrollierte Bleiche wurde durch die selektiven Nachbelichtungen und eine sog. schleiernde Entwicklung ersetzt.  Somit sind heute waren bis vor kurzem nur noch 16 Schritte erforderlich, die ein geübtes Fachlabor in 30 Minuten absolviert hat. Nach wie vor aber waren die Farbkuppler nicht im Film selbst enthalten, sondern kamen aus der Entwickler-Lösung. Dies machte den Kodachrome-Film nicht nur zum schärfsten, hochauflösendsten, sondern auch gleichzeitig zum langlebigsten Farbfilm für über 50 Jahre!
The procedure was so complicated that neither professional nor amateur photographers could process their Kodachrome by themselves. Initially Kodak offered this service exclusively, but after an antitrust case in the US they had to offer the processing chemicals also to independent labs. Also, the procedure has been "simplified" in 1938: The diffusion-controlled bleaching was replaced by  selective re-exposure and a so-called fogging development. Thus, today until recently, only 16 steps were required to be completed by a trained specialized lab in about 30 minutes. As before, however, the color couplers were not contained in the film itself, but were included in the developer solution. This made the Kodachrome film not only the sharpest, the highest resolution, but at the same time the most durable color film for over 50 years!
Der Kodachrome 64 (und später der Kodachrome 200) war auch mein Lieblings-Diafilm, auch wenn ich ihn mir nicht immer leisten konnte und daher auf preiswertere E6-Alternativen umgestiegen bin. Insbesondere für Urlaubsreisen hatte er einen Vorteil: In der Packung war immer ein Rücksendeumschlag zum Kodak-Labor (in Deutschland: Stuttgart), so dass man die im Urlaub schon weggeschickten Filme bei der Rückkehr zuhause fertig entwickelt im Briefkasten fand. 
Aber es kam, wie es kommen musste. Mitte der 90er sind andere Filme qualitativ endlich konkurrenzfähig und die Digitalfotografie versetzte Kodachrome endgültig den Todesstoß. Kodak hat am 22. Juni 2009 mitgeteilt auch den letzten verbliebenen Filmtyp (den 64er) nicht mehr zu produzieren, am 30.12.2010 wurde der letzte Film entwickelt. Aber zum Trost: Er wird vermutlich der einzige Film bleiben, der in einem populären Popsong besungen wurde:
The Kodachrome 64 (and later Kodachrome 200) was my favorite slide film, even if I could not afford it all the time and sometimes switched to cheaper E6 alternatives. Especially for holiday trips, Kodachrome had an advantage: In the pack was always a return envelope to the Kodak lab (in Germany: Stuttgart). If you mailed the exposed films during the trip, you would already find the slides in the mailbox when returning home. 
But eventually the inevitable happened. During the 1990ies other films in terms of quality became competitive and later the digital photo revolution sounds the death knell for Kodachrome. On June 22nd, 2009 Kodak announced to discontinue production of the last remaining film type (the 64), on December 30th, 2010 the last film was processed. But as some consolation, Kodachrome will probably remain the only film a popular pop song was dedicated to:



Die anderen Teile dieser kleinen Geschichts-Serie...
Other parts of this little history series... 
1) Invention of the modern multilayer color film - 100 Jahre moderner Farbfilm
2) Kodachrome
3) Agfacolor Neu
4) Ektachrome and Kodacolor

2011-01-31

Zett Ikolux afs


Dies ist mein zweiter und wohl auch letzter Diaprojektor. Für meinen ersten, den Agfa Diamator M bekam ich irgendwann keine Spezialglühlampen mehr oder sie wurden immer teurer, ich glaube am Ende war der Preis über 40 DM und gehalten haben sie auch nicht sehr lange. Daher habe ich am 8. September 1994 beim Foto-Basar in Bielefeld zugeschlagen und mir für 239 DM den Zett Ikolux Afs gekauft.  Dieser hat eine 150 W, 24V Halogen-Birne und ich kann mich nicht erinnern je eine davon nachgekauft zu haben.

Der Markenname Zett war Anfang der 90er wieder aus der Versenkung geholt worden.  Das Zett-Projektorenwerk in Braunschweig wurde schon 1928 gegründet und gehörte später zu Zeiss Ikon. Dort wurden dann z.B. die Zeiss Ikon Royal Projektoren gebaut. 1990 wurde es an Leica verkauft und seitdem baute man dort fast baugleiche Diaprojektoren unter den Markennamen Zett Ikolux (Weiterführung der Zeiss Ikon Serie) und Pradovit (die Leica-Marke). 2004 wurde Zett dann an einen Finanzinvestor verkauft und firmiert seither unter Zett-Optics GmbH. Diaprojektoren baut man dort seit dem nicht mehr. Mehr über die Geschichte von Zett und Leica-Projektoren erfährt man hier.

Der Ikolux war (bis auf Rundmagazine) ein "Allesfresser", was die Diamagazine angeht. Ich bin damals dann von den Standard-Magazinen mit den Hamafix-Rähmchen auf die Agfa/Reflecta-CS Magazine und CS-Rähmchen umgestiegen (allerdings nur für neue Dias, umgerahmt habe ich nie!). Das Objektiv, ein Talon 85 mm f2.8 wirkt mit seiner Plastikfassung etwas billig, hat aber meinen Ansprüchen genügt. Eigentlich sollte man ja mindestens so gute Optiken zum Projizieren verwenden wie beim Fotografieren, aber soweit habe ich damals noch nicht gedacht. Das Ding steht nun neben meinen über 5000 Dias im Keller, zuletzt benutzt habe ich ihn wohl 2006 kurz bevor bei mir die erste digitale SLR eintraf.

2011-01-13

Hamafix Diarähmchen


Dias wollen gerahmt werden, bevor man sie sich groß angucken kann. In ca. 80% der Fälle (grobe Schätzung) habe ich Hamafix Diarähmchen benutzt, weils wirklich schnell geht. Wie man am Video sehen kann, dauert ein Dia ca. 10 Sekunden, mit zerschnippeln ist ein 36er Film in 5 Minuten gerahmt. Aufbewahrt werden die Dias bei mir in Universalmagizinen (nach DIN 108). Erst spät bin ich zu den dünneren CS-Rähmchen und den umkippsicheren CS-Magazinen übergelaufen. Dennoch, wenn ich heute an Dias denke, fallen mir als erstes die Hamafix-Rähmchen ein.
Hamafix gibt es übrigends seit 1975 und man kann sie immer noch kaufen!

2011-01-07

Lichtzeiger

Ich weiß heute nicht mehr so genau, wo ich diesen Lichtzeiger her habe, vermutlich vom Flohmarkt zusammen mit der Leinwand, die ich nicht mehr habe. Das Ding ist der Vorläufer des Laserpointers und kann fast genau das selbe. Im Kern eine umgebaute Stabtaschenlampe mit zwei Baby-Batterien als Stromquelle und einem ganz speziellen Glühlämpchen:
Wie man sehen kann, ist dieses pfeilförmig. Statt eines normalen Taschenlampen-Reflektors hat der Lichtzeiger eine Linse mit der man dieses Pfeilchen auf die Leinwand projizieren kann, Scharfstellen gelingt über leichtes Drehen des Vorsatzes. 
Bei den Vorbereitungen zu diesen Bildern habe ich leider beim Einsetzen neuer Batterien das Birnchen kaput gemacht, so dass ich den projizierten Pfeil hier nicht zeigen kann, schade!

2010-12-27

Dias digitalisiern - Digitizing Slides

Ich besitze aus meinen analogen Tagen noch ein paar tausend Dias und ein paar von denen sind so interessant und auch gut gelungen, dass ich sie mir hin und wieder mal ansehen möchte. Was liegt da näher als diese zu digitalisieren. Die ersten Versuche mit unserem Epson-Scanner, der auch eine Durchlichteinheit genau für diesen Zweck hat, sind nicht nur sehr mühsam und langwierig verlaufen (für ein Dia braucht man mehrere Minuten) sondern auch das Resultat war eher bescheiden. Gute Diascanner, die sowas halbwegs automatisiert erledigen kosten ein paar hundert Euro, es musste eine preiswertere, schnelle und gute Lösung her und die geht so:
1) Man benötigt für die Digitalkamera ein Makro-Objektiv, welches einen KB-analogen Abbildungs-maßstab von 1:1 erlaubt, mein Zuiko 35 f3.5 kann sogar 2:1.

2) Meinen Dia und Negativ-Halter habe ich mir komplett aus altem Fotokram selbst zusammengeklebt. Eine alte Gummi-Gegenlichtblende lieferte den 52mm Filterring zum Anschluss an das Objektiv, das Gummi habe ich abgeschnitten und den Ring auf einen alten Nikon-Gehäusedeckel aus Plastik geklebt. Ein alter Diabetrachter ("Gucki") wurde seiner Linse beraubt und vorne draufgeklebt (vorher natürlich ein entsprechendes Loch in den Adapter schnitzen. Fertig:

From my analogue days I still own some thousand slides. A few of them are so interesting and well done, that I view them for myself every once in a while. What would be better than have these digitized. The first experiments with our Epson scanner, which has an optional transparency adapter for just this purpose were awful. Theynot only run very tedious and lengthy (it takes several minutesfor just one slide) but the result was also rather modest. A good slide scanner , which operates more or less automatically cost a few hundred Dollars. It had to be a cheaper, quicker and result in excellent images. This is how it works:

1) For your digital camera you need a macro lens with a reproduction scale of 1:1 (35 mm equivalent). My Zuiko 35 f3.5 allows even 2:1.

2) My slide and negative holder I have glued together from old foto stuff. An old rubber lens hood supplied the 52mm filter ring for connection to the lens, the rubber was cut off and I glued the ring on an old Nikon body plastic cap. An old slide viewer ("Gucki") was robbed of his lens and glued to the center of it (before, of course, I cut a corresponding hole in the adapter):
3) Dieser Dia-Repro-Vorsatz wird also vor's Makroobjektiv geschraubt und horizotal ausgerichtet. Die Kamera kommt am besten auf ein Stativ und stellt das Ganze vor eine große weiße Wand. Jetzt kann man mit dem in der Kamera eingebauten Blitz schöne Tageslicht-Aufnahmen machen.
3) Screw this slide copier onto the macro lens and align it horizotally. It is recommended to put the camera on a tripod and place it in front of a large white wall. Now you can use the built-in camera flash to enlighten the scene with day-light (it's easier in terms of white ballance).

4) Wie man sich leicht vorstellen kann, gelingt so ein "Diascan" in Bruchteilen einer Sekunde. Allerdings muss man immer noch Dia für Dia in diesen Reprovorsatz stecken. Trotzdem geht es ruck-zuck. Ein 50er Magazin ist in ca. 3 Minuten abfotografiert.
4) As you can imagine, such a "slide scan" is done in a fraction of a second. However, one must still put slide for slide into the holder. Nevertheless, it is very fast. A magazine with 50 slides is photographed in about 3 minutes.

5) Digitale Nachbearbeitung ist natürlich nötig. Dias sind ja bekanntlich im Format 3:2, meine FourThirds-Kamera macht daraus 4:3, es bleiben bei meiner Konstruktion je ein schwarzer Balken oben und unten, sowie ein kleiner schwarzer Rand links und rechts. Man kann das natürlich Bild für Bild mit beliebiger Bildbearbeitungs-Software erledigen und dort auch Weißabgleich, Kontrast, Helligekit, Gamma-Kurve, Schärfe etc. einstellen. Es zeigt sich aber schnell, dass dies für die meisten Fotos immer nahezu gleich ist. Warum nicht auch das automatisieren. Mit der kostenlosen Software IrfanView kann man im Batch-Modus die Rohdaten in brauchbare Digitalbilder in einem Schwung umwandeln. Inklusive Durchschauen, abspeichern etc. habe ich so ca. 100 Dias in der Stunde geschafft und das in äußerst brauchbarer Qualität, wie folgende Aufnahme eines Schwarz-Weiß Dias von 1988 beweist:

5) Digital editing is of course necessary. 35 mm slides come in 3:2 format, my FourThirds camera takes 4:3 images. Thus, it remains a black bar at each the top and bottom and a small black border on the left and right. You can crop this frame by frame with any image editing software and also do white balance, contrast, brightness, adjust gamma curve, sharpness, etc.. But it turns out quickly that the settings almost always are the same for most photos of one series. Why not automate this. The freeware IrfanView has a batch mode to convert raw data into useful digital images in one go. Including looking through, save, delete etc I've done about 100 slides per hour at the very reasonable quality, such as the following picture taken from a black and white slide (1988):
Wem der Selbstbau zu aufwendig ist, kann so einen Dia-Repro-Vorsatz auch kaufen, z.B. hier. Ich habe nur gute Erfahrungen mit der Methode gemacht. Es geht schnell und liefert Top-Ergebnisse. Wenn ich z.B. in Kundenrezensionen bei Amazon lese, dass jemand 10.000 Dias mit einem 1000€ teuren Diascanner machen will, der für jedes Dia 5 Minuten braucht, kann ich nur den Kopf schütteln.

For anybody sparing the effort of the DIY, you can also buy such slide copier e.g. here. Some of them come with an internal lens (no need for the macro lens) and can be used even with more simple digital cameras. I made only good experiences with the method. It's fast and delivers excellent results. I can only shake my head reading a customer review on Amazon. The guy wants to scan 10 000 slides with a 1000 € slide scanner that takes five minutes for each slide and is happy with that...

2010-08-31

Agfa Diamator M

Diafilme hatte ich schon einige verkniPPst (und bis dahin immer mit dem Diaprojektor meines Vaters angeschaut) als ich meinen ersten eigenen Diaprojektor gebraucht erstand. Es war am letzten Sonntag im September des Jahres 1986, wir waren zusammen mit ein paar Freunden sehr früh aufgestanden, um den größten Eintagesflohmarkt der Welt in Wuppertal Vohwinkel zu besuchen. An einem Stand entdeckte ich dann den Diamator M von Agfa, gut erhalten in seinem Koffer. Das Ding ist sehr solide gebaut (fast alles ist aus Metall) und entsprechend schwer. Die Lampe war defekt und für 10 DM wurde das Teil meins. Für die 150 Watt Glühbirne (kein Halogen!) habe ich dann später etwas mehr als das bezahlt, dennoch ein wirkliches Schnäppchen, denn das Ding funktionierte mechanisch einwandfrei und auch das Objektiv (ein Aggomar 85 mm f2.5) warf scharfe und verzeichnungsfreie Bilder auf die (Lein-) Wand. Einen Autofokus gab es nicht, dafür konnte man an der Kabelfernbedienung über einen Wippschalter den Scharfstellmotor steuern, eigentlich ganz praktisch. Da ich bevorzugt glaslose Dias verwendet habe, die im Fokus manchmal springen, wenn sie länger betrachtet werden und warm werden, habe ich irgendwann folgendes Feature eingebaut. Mit einer Lochblende aus Pappe habe ich das Objektiv auf ca. Blende 5.6 abgeblendet. In dunklen Räumen immer noch hell genug, erscheinen nun auch leicht gewölbte Dias randlos scharf. Das lästige Nachjustieren der Schärfe entfiel. Irgendwann habe noch einen extra Lampenschalter eingebaut, denn der eingebaute Hauptschalter erzeugte bei jedem An- und Ausschaltvorgang Spannungsspitzen, die wohl mit zum vorzeitigen Lampentod beitrugen. Irgendwann Mitte der 1990'er Jahre wurde es immer schwieriger (und teurer) die Spezialbirnen nachzukaufen und ich habe mich entschlossen mir einen Nachfolger mit Halogenbirne und Autofokus zuzulegen. Den Diamator habe ich wohl per Kleinanzeige noch verkauft (oder verschenkt, ich weiß es heute nicht mehr).