Ebenfalls in dem geschenkten Beutel mit Fotokrams war dieser Kondensatorblitz mit dem Namen Duo-Lux Primus und zwei dazugehörige Schachteln Blitzbirnchen des Typs PF1B, eine davon sogar noch ungeöffnet.
Gebaut aus hell-beigen Plastik beherbergt das Gehäuse die einfache Schaltung aus 22.5 V Anodenbatterie und Kondensator, die zum Zünden der einsteckbaren Blitzbirnchen nötig ist. Der Duo-Lux akzeptierte übrigens die Blitzbirnchen-Typen XM1/XM5, PF1/PF5 und sogar die amerkikanischen AG1.
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Komplettiert wird das Ganze durch einen 9 Fächersegmente umfassenden Fächerreflektor mit 12.5 cm Durchmesser und Bajonett zum ansetzen ans Gehäuse. Aufgesteckt auf die Kamera wird der Blitz per Zubehörschuh, angeschlossen allerdings (noch) per Kabel und PC-Buchse. Der Mittenkontakt ("Hot-Shoe") war 1956 (erstes Baujahr des Primus) zwar schon erfunden, setzte sich aber erst Mitte der 60er langsam durch.
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Zusammengefaltet passt das nur 90 g schwere Gerät (davon 30 g alleine für die Batterie) in die mitgelieferte braune Kunstledertasche (nochmal 42 g), die man per Schlaufe am Kameratragegurt festmachen konnte. Der Originalpreis Ende der 1950er Jahre war 17.40 DM (Preisbindung), heute sind die Dinger nur noch Blitzgerätesammlern etwas wert. Hergestellt und vertrieben wurde der Blitz übrigens von der Duo-Lux Albert Hiller KG aus Dornstetten in Baden-Württemberg. Die Firma existierte von ca. 1950 bis 1972, und war wohl zusammen mit den Blitzbirnchen untergegangen. Man hatte wohl versäumt, auch in Elektronenblitze oder anderes Zubehör zu investieren. Interessanterweise findet man den kompletten Firmennamen nirgendwo auf dem Gerät noch dem Etui, dafür mehrfach ein stolzes "Made in Germany".









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