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2020-10-08

iPhone 6, das meist gebaute Kameramodell aller Zeiten



Die meisten Menschen, mich eingeschlossen, benutzen für die überwiegende Zahl ihrer Fotos heutzutage ein aktuelles Smartphone. Aktuelle Modelle besitzen mindestens zwei eingebaute Kameras (für Vorder- und Rückseite), die Highend Versionen sogar mehrere Rückseitenkameramodule unterschiedlicher Brennweite. Deren Qualität ist heute so gut, das einfache Digitalkameras einfach obsolet wurden. 

iOS Kamera App
Als ich mich also neulich fragte, welches Digitalkameramodell wohl millionenfach gebaut und verkauft worden sein konnte, um es mit den 21 Millionen Smena 8M aufzunehmen, kam ich schnell auf die Smartphones. Hier war die Recherche einfach, denn es wird relativ genau Buch geführt. Viele Smartphones schlagen zahlenmäßig die Smena um Längen, obwohl sie oft nur wenig mehr als ein Jahr lang gebaut werden. Die Zahl von über 220 Millionen für das iPhone 6 hat mich dann aber doch umgehauen. Es kam im September 2014 mit einem exzellenten Feature-Set auf einen noch nicht ganz gesättigten Markt und ging weg wie warme Semmeln, trotz eines recht üppigen Preisschilds. Seit dem ist die Modellvielfalt gerade auch im Topsegment größer geworden, und weder Apple noch Samsung oder andere Konkurrenten haben jemals mehr Einheiten eines einzelnen Modells verkauft und werden es vermutlich auch nicht mehr tun. Daher habe ich große Hoffnung, dass meine Auslobung des iPhone 6 als meist gebautem Kameramodells aller Zeiten, auch noch lange, wenn nicht für immer, gültig bleiben wird.
Auch ich habe eines davon sogar am ersten Verkaufswochenende im September 2014 bei Apple bestellt und einige Tage später in Betrieb genommen. Über 4 Jahre habe ich es benutzt, bis sowohl der Akku als auch eines der Funkmodule nicht mehr so richtig wollten. In diesen vier Jahren habe ich einige Tausend Fotos gemacht, deutlich mehr als mit den anderen mir zur Verfügung stehenden Kameras in dieser Zeit. 
Das Kameramodul als Ersatzteil heute für
unter 10€ zu bekommen...
Es ist auch kinderleicht, ganz gute Fotos zu machen, die gesamte Bedienung geschieht per App. Es gibt nur ein mechanisch bewegtes Teil: das gesamte Objektiv zwecks Scharfstellen per Autofokus. Eine Blende gibt es hingegen nicht. Fotografiert wird immer bei der vollen Öffnung f/2.2. Die Belichtung wird in den meisten Situationen allein durch den elektronischen Verschluss geregelt, mit einer kürzesten Zeit von 1/10000 s. Bei der standardmäßig verwendeten Empfindlichkeit von 32 ISO reicht das auch für sehr helle Umgebung (LW 17.5, Strand oder Skipiste im Sonnenschein). Wenn es auf der anderen Seite dunkler wird, bleibt die Belichtungsautomatik bei 1/15 s und zieht die Empfindlichkeit bis ISO 2000 hoch (LW 1.5, Kerzenlicht), was leicht verrauschte, aber noch brauchbare Aufnahmen gibt. 

Der brauchbare und schnelle Autofokus funktioniert nach der Phasenerkennungsmethode, bewegt wird das gesamte Objektiv mikrometerweise per Magnet. Gezoomt wird rein per Software-Cropping, hier hätte ich mir immer ein wenig mehr gewünscht (was die neueste Smartphonegeneration durch eine weitere Telekamera realisiert). Das iPhone 6 hat ein leichtes Weitwinkel von KB-äquivalenten 30 mm Brennweite. Für Panoramas und HDR-Aufnahmen rechnet die Software in Sekundenbruchteilen Mehrfachbelichtungen zusammen. Ich wünschte, meine anderen Digitalkameras könnten das so kinderleicht. Ach so, fast vergessen: Videos, Zeitraffer und Zeitlupenaufnahmen (mit bis zu 240 FPS) gehen auch! 
Auch wenn das iPhone 6 und die Smena 8M natürlich technologisch Welten trennen, Kameras für die Masse waren beide, und gute Fotos gelingen auch damit. Beide stehen jetzt nebeneinander in meiner Sammlung. Da das iPhone inzwischen einen Nachfolger hat, war ich mal kurz davor es zu verkaufen oder gar zu entsorgen. Zum Glück hab ich es nicht gemacht!

Datenblatt meist produzierte und meist verwendete Kamera
Objektiv 4.15 mm f/2.2 (30 mm KB-Äquivalent), 5 z.T. asphärische Kunststofflinsen
Sensor Sony Exmor BSI (backside illumination), 1/3'' (4.8x3.6 mm), 3264x2448 Pixel, entspr. 1.417 μm Pixelgröße, 8MP
Fokussierung Autofokus, Phasendetektion
Blitz eingebaute Blitz-LED
Betriebssystem, Software iOS8 bis iOS12, Apple‘s Kamera App und Fremdsoftware erhältlich.
sonst. Ausstattung alles per Software: Zeitauslöser, AF-Punkt Auswahl, Gesichtserkennung, HDR, Panorama, u.v. mehr...
Maße, Gewicht 138x67x7.5 mm, 129g
Batterie 3.82 V, 6.91 W·h(1,810 mA·h) Li-Polymer
Baujahr(e) 19. Sept. 2014 bis 7. Sept. 2016 und wieder 2017-2018. 
Kaufpreis, Wert heute 699 € für das Basismodell (2014)
Links takebetterphotos.comWikipedia

2013-04-30

Bliebteste Kamera (iPhone 4S)


Das ist sie, die derzeit beliebteste Kamera der Flickr Community. Nicht die rechts, sondern die im iPhone 4S (links in meiner selbst gestalteten iPhone-Schutzhülle, rechts das Model). Es ist schon bemerkenswert, dass die drei neuesten iPhone Modelle die Statistik bei Flickr klar anführen. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen dann die beiden erfolgreichsten DSLR. Von allen vier bisherigen iPhone Modellen, die eine Kamera haben gibt es bei Flickr bis zum heutigen Tag 161 Millionen Fotos (von insgesamt über 7 Millarden, das sind immerhin 2.3% für nur 4 der insgesamt ca. 2500 Kameramodelle, die in Flickr's Statistik mitspielen) 
Ich muss zugeben, dass ich die Kamera auch häufig benutze. Das liegt auch an der sehr guten Qualität der Fotos, der Apple typischen einfachen Handhabung sowie der speziellen Funtionen, die ich z.B. bei meiner Olympus E-PL1 vermisse: Einfach mal ein Panorama durch einfachen Kameraschwenk erstellen, oder HDR, einfach genial - genial einfach! Und natürlich daran, dass man sie einfach immer dabei hat...
Hier ein paar technische Details, Apple selbst geht recht sparsam damit um: 8 Megapixel (3264 x 2448) auf einem 1/3.2" (5.68 x 4.54 mm) CMOS Sensor. Das Objektiv hat fünf Linsen, eine Brennweite von 4.28 mm (entspricht ca. 33 mm bei KB) und eine angenehme Öffnung von 1/2.4, was neben der recht hohen Empfindlichkeit des Sensors Fotografieren selbst bei schlechtem Licht erlaubt. Ach so, Videos kann sie auch und Blitzen und jede Menge andere Gimmicks in Software. Nicht zu vergessen, das Fotos schon Sekunden nach der Aufnahme bei Flickr oder anderen social Networks erscheinen (können).
Image courtesy of Apple Inc.
Mein Case oben ist übrigends von PictureItOnCanvas, aber es gibt auch noch viele andere, die im Internet selbstgestaltete iPhone-Hüllen anbieten.