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2012-02-28

Four Thirds Sensoren


Vor ziemlich genau elf Jahren, am 13. Februar 2001 gab es erste Gerüchte um eine Zusammenarbeit zwischen Kodak und Olympus zur Entwicklung eines neuartigen Digitalkamerasystems. Details zum Sensor wie seine Größe und Auflösung wurden schon im Mai 2001 enthüllt und auch Olympus musste daraufhin zumindest ein paar Eckpunkte zum konsequent digitalen Konzept nennen. Mit einer Kamera wurde dann für 2002 gerechnet, aber wie es so kommt gab es erste Muster erst zur PMA 2003 und richtig los mit der Olympus E-1 und dem neuen Four Thirds System ging es erst Ende 2003. Gut Ding will halt Weile haben. 

Aber das System schlug bekanntlich als erstes konsequent digitales Kamerasystem ein und konnte sich neben den beiden Platzhirschen Canon und Nikon, die noch einen analogen Kompromissrucksack mit sich rumtragen etablieren. Olympus war damit zurück auf der Bühne. FourThirds als (semi-) offener Standard bekam ab 2009 durch seinen kleinen Bruder microFourThirds ernsthafte Konkurrenz aus dem eigenen Lager, allerdings um den selben Sensor herum. Der selbe Sensor? In den letzten neuen Jahren gab es schon 7 Generationen dieser 17.3 x 13 mm großen Sensoren, mit natürlich stetig steigender Performance. Kodak war nur am Anfang ein gefragter Partner, wurde aber relativ schnell von Panasonic abgelöst, die mit ihrem LiveMos Sensor vermutlich preiswerter waren und auch mehr bieten konnten (LiveView z.B.).



Ich habe neulich erst realisiert, dass ich alle vier Generationen der bisherigen Panasonic Sensoren hier zu Hause habe, und zwar in der Lumix L1, Olympus E-420, Pen E-PL1 und jetzt auch die Lumix G3. In obiger Tabelle habe ich dann mal die technischen Rahmendaten zusammengetragen, schon eine eindrucksvolle Entwicklung, die natürlich nicht nur die schiere Pixelzahl betrifft, sondern natürlich auch andere wichtige Eigenschaften wie Empfindlichkeit und Rauschverhalten, Dynamikumfang, Farbraum, Auslesegeschwindigkeit und vieles andere wurden verbessert (Für Detials möchte ich auf die guten Reviews z.B. bei dpreview.com verweisen). Das Auflösungsvermögen profitiert natürlich von der gestiegenen Pixelzahl und ich habe hier die Entwicklung nochmal grafisch aufbereitet:
Schon 2001 bei der Vorstellung des 4/3-Konzeptes hieß es, dass in Zukunft 16 MP möglich sein sollten, da sind wir also. Die Frage ist, wie es nun weitergehen wird. Mit der Pixeldichte des gerade heute angekündigten neuen 41MP Sensors im Nokia 808 Smartphone wären jedenfalls für den 2.8 mal so großen FT-Sensor heute schon 115 MP drin. Leider braucht man allerdings auch noch ein Rechenwerk, um solche Datenflut schnell genug auslesen zu können, aber auch das wird prinzipiell in Zukunft möglich sein. Nokias Ansatz die Pixelflut nur intern zur Qualitätsverbesserung zu verwenden find ich sehr clever und ich denke dahin könnte die Reise gehen. Aber auch Lytro's Lichtfeldkonzept zeigt neue Wege auf, mehr Pixel sinnvoller zu nutzen als schlicht immer höhere MP's traditionell zu verarbeiten. Lassen wir uns überraschen.   

Nachtrag vom 6.7.2012: Jetzt ist es offiziell, der Sensor in Olympus' OM-D E-M5 stammt nicht von Panasonic, sondern von Sony. Ob das allerdings in Zukunft so bleiben wird, wo doch jetzt Panasonic beim finanziell angeschlagenen Olympus-Konzern eingestiegen ist, bleibt abzuwarten. 

2012-02-21

Lange Tüte


Am Wochenende stand bei schönstem Wetter ein Ausflug auf den Connecticut River auf dem Programm. Riverquest bietet um diese Jahreszeit geführte Bootstouren zur Beobachtung der dort brütenden Bold Eagle (Weißkopfseeadler), dem amerikanischen Wappentier an. Mir war klar, dass man zwingend ein Tele braucht um überhaupt was aufs Bild zu bekommen und habe als Maximallösung eine richtig lange Tüte zusammengebastelt. Aus dem guten alten Nikkor 180 f/2.8, dem Telekonverter TC-200, einem Nikon F zu FourThirds Adapter sowie dem MMF-2 mFT-Adapter ergibt sich ein 720 mm (KB-äquivalent) mit 5.6er Lichtstärke.


Der Bildwinkel beträgt 3.5°, dennoch kamen wir nicht nahe genug an die Adler heran, um sie damit auch annähernd formatfüllend abzulichten. Beide Beweißfotos hier sind Ausschnitte (quasi per Digitalzoom) und zeigen ein Seeadler Pärchen beim Brüten sowie einen jungen Adler hoch am Himmel. Meine Tochter hatte mit ihrer Lumix G3 und ihrem elektronischen Sucher einfacheres Spiel als ich mit meiner Olympus E-PL1. Scharfstellen ohne Stativ ist bei dieser Brennweite ziemlich schwierig. Zum Glück waren unsere Objekte alle bei Unendlich zu finden.


2012-01-15

Olympus M.Zuiko 40-150mm f/4-5.6

Dies ist mein viertes Objektiv für meine kleine mFT-Ausrüstung um die Olympus E-PL1 herum. Ich habe mir es beim Kauf mit meiner Tochter geteilt, die mit der Lumix G3 jetzt auch bei mFT eingestiegen ist. Als ich meine E-PL1 kaufte gab es das alte FT-Zukio 40-150 und den MMF-2 Adapter im Doublezoom-Kit dazu. Ich hatte es damals auf den Adapter abgesehen und hab das Objektiv gleich unausgepackt weiterverkauft (weil ein solches schon im Haushalt vorhanden war). Ein großer Tele-Fan bin ich nicht, trotzdem kommen immer mal wieder Situationen, wo ich eines dabei haben will, und dann soll es leicht sein und nicht viel Platz in der Tasche einnehmen. Das Ding ist in der Tat das leichteste (190 g) und kleinste 300er (KB-Äquivalent) was es gibt. Die Fassung und sogar das Bajonett sind im Wesentlichen aus Plastik, dafür macht es aber einen recht robusten Eindruck. Hier gibt es einen ausführlichen Review mit Testbildern.
Im Vergleich zu seinem FT-Bruder (s.u.) ist es trotz formal gleicher technischer Daten schlanker geworden. Es handelt sich um eine komplette optische Neurechnung, was man oberflächlich wirklich kaum nachvollziehen kann, so viel ist gleich. Das neue hat aber 13 Linsen in 10 Gruppen, das alte eine Linse weniger. Der (Auto)Fokus-Mechanismus wurde komplett überarbeitet und ist nun viel schneller und fast lautlos geworden. Damit macht es endlich Spaß Teleaufnahmen zu machen, das alte am Adapter bot zwar AF, aber eben recht laut und wirklich schmerzhaft langsam.

Zugegeben, das Ding ist kein Objektiv, dass Fotoenthusiasten vom Hocker reißt. Zum "Schönefotosmachen" taugt es aber allemal und es hat ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis. Interessanterweise findet man es auf Olympus' Webseite immer noch für offizielle 329€, was dem Preis bei seiner Vorstellung im Herbst 2010 entspricht. Ich habe unseres für $149 plus Steuer bei B&H erstehen können, das sind ca. 120€ und wohl das untere Ende der derzeitigen Preisspanne. Das hat wohl auch mit dem gerade neu erschienenen Nachfolger mit einem zusätzlichen R im Namen zu tun.
Letztes Wochenende gings trotz winterlicher Temperaturen aber bei schönstem Sonnenschein an den Strand, und da habe ich natürlich ein paar schöne Aufnahmen mit dem Teil machen können. Hier bitteschön (für JPEGs in voller Größe bitte klicken):




2012-01-04

Panasonic Lumix G 20 mm f/1.7

Das ist derzeit mein absolutes Lieblingsobjektiv, hier an meiner Olympus E-PL1, zusammen eine tolle Kombination. Ich habe es vor etwas über 10 Monaten gekauft und schon kurz hier berichtet, seit dem mache ich einen Großteil meiner Fotos mit dieser erstklassigen Linse. Die eher ungewöhnliche Brennweite von 20 mm (entspr. 40 mm bei Kleinbild) ist wirklich klasse und entspricht fast exakt der Sensor-Diagonale. Mit der hohen Lichtstärke gelingen tolle Aufnahmen auch bei wenig Licht und mit der Tiefenschärfe läßt sich vortrefflich spielen. Etwas abgeblendet (2.8-4) erzielt es seine besten Abbildungsleistungen, wie man z.B. hier nachlesen kann.
Panasonic ist es gelungen die sieben Linsen (zwei davon sind asphärisch) in ein super kompaktes und hochwertiges Gehäuse zu packen. Mit dieser Pancake-Konstruktion passt Kamera und Objektiv wirklich in meine Jackentasche. Etwas ungewöhnlich ist das Geräusch, welches die auf- und zuspringende Blende erzeugt, man gewöhnt sich aber schnell daran. Statt weiterer technischer Einzelheiten, hier nun ein Beispielbild (ein Eingang zur Penn Station in New York City, Blende 2.8 1/200 s, ISO 400):


2011-12-20

Panasonic Lumix DMC-G3

Die Lumix G3 ist die neue Kamera meiner Tochter, die wir vorgestern bei B&H in New York gekauft haben. Nach anfänglichem Interesse an Nikon oder Canon Einsteiger-DSLR's habe ich sie überzeugen können, doch das Micro FourThirds System und seine Kameras näher ins Auge zu fassen. Schlagendes Argument war natürlich, dass sie Zugriff auf meine Objektive und sonstige Ausrüstung hat. Außerdem hat sie in letzter Zeit Gefallen an meiner Olympus E-PL1 gefunden. Vor dem Besuch im Laden war eigentlich die E-PL3 Favorit, doch diese ist -verglichen mit ihrer Vorgängering E-PL1- wirklich sehr ipsig geraten, wenn ihr versteht was ich meine (fehlender Handgriff, etc.). Auch wenn die G3 hier im Vergleich mehr Plastik-Anmutung hat, was die Features angeht, hat sie der Olympus einiges Voraus.
Zum ersten natürlich der neue 16MP Sensor, der eine höhere Auflösung und besseres S/N-Verhalten verspricht, insbesondere bei höheren ISO-Zahlen. Nicht dass ich den bewährten 12.3 MP Sensor in der E-PL1 nicht mag, für mich ist er völlig ausreichend, aber das Bessere war schon immer Feind des Guten! Und auch sonst gefallen der elektronische Sucher, die Touch-Bedienung des schwenkbaren LCD-Monitors und viele andere Kleinigkeiten. Ich hoffe, meine Tochter läßt mich mit dem Ding mal ein bißchen spielen....

2011-02-23

Panasonic Lumix G 20 mm f1.7 ASPH.

Meine kleine aber feine µFT-Ausrüstung hat heute Zuwachs bekommen. Das Lumix G 20 mm f1.7 ist mein drittes Objektiv direkt für meine Olympus E-PL1 (lassen wir die anderen über den Adapter ansetzbaren Linsen mal beiseite). Meine ersten Foto-Versuche heute abend bei Kunstlicht waren schon nicht schlecht, eines davon ist oben zu sehen, aber ich werde es wohl erst am nächsten Wochenende ausgiebig testen können. Später dann mehr dazu.
Wenn man das Ding googlet findet man fast ausschließlich Lob und Erstaunen über die optische Leistung dieses Winzlings. Glaubt man vielen Foreneinträgen, dann ist gerade diese Kombination von E-PL1 mit dem "Fremdobjektiv" von Panasonic das Maß der Dinge für das FourThirds-Format und sogar darüber hinaus. Ein besonders schönes Review hat Steve Huff in seinem Blog geschrieben. Darin schlägt das Objektiv an der E-P2 (gleicher Sensor wie die E-PL1) die Nikon D3s (Vollformat) mit dem Nikkor 50 mm f1.8. Nun ja, mal sehen...

2011-02-20

Olympus MMF-2

Dieser Adapter ermöglicht die Verwendung von  FourThirds (FT) Objektiven an MicroFourThirds (µFT) Kameras wie meiner Olympus E-PL1. Als ich diese Kamera vor einem halben Jahr gekauft habe, gab es das Double-Zoom Kit mit dem 14-42 (µFT) und einem 40-150 (FT !) inklusive dieses Adapters zum attraktiven Preis von insgesamt 630 €. Rechnet man die Einzelpreise zusammen gab's also den Adapter quasi umsonst, neu kostet er heute noch 172 €. Für mich wurd es noch preiswerter, da ich das 40-150 gar nicht erst ausgepackt habe und gleich quasi als neu für 10 € unter Neupreis verkauft habe (denn dieses Objektiv gab es in unserem Haushalt schon). Heute gibt es inzwischen das neue Olympus M.Zuiko 40-150 f4-5.6 direkt für µFT und auch deutlich kompakter als das alte.
Obwohl der Adaptter außer der Bajonett-Verriegelung keine beweglichen Teile hat übersetzt er drei Dinge vom einen ins andere System, damit alle (!) Funktionen der FT-Objektive auch an den neuen µFT-Kameras nutzbar bleiben: 1) Das Bajonett selbst. FT und µFT-Bajonett sind sowas wie großer und kleiner Bruder. In Form und Funktion fast identisch (s.u.) ist der Durchmesser bei µFT um 6 mm kleiner. 2) Das Auflagemaß, also der Abstand der Objektivbajonettebene zum Kamerasensor. Dieses beträgt bei FT 38,85 mm, bei µFT genau 20 mm, womit man ausrechnen kann, wie dick der Adapter zwischen den beiden Bajonettebenen ist. 3) Die elektrischen Kontakte für Autofokus und Blendensteuerung. Hier hat µFT mit 11 Goldkontakten 2 mehr als FT, vermutlich Reserve für die Zukunft, denn 9 tun es heute ja auch. Die Unterschiede zwischen FT und µFT werden übrigends schön auf der Website des FourThirds-Konsortiums beschrieben. Das alte Olympus OM-Bajonett ist übrigends mechanisch identisch mit FT, nur mit längerem Auflagemaß von 46 mm.

Der Adapter macht, was er soll. Man muss sich aber auf einen recht langsamen Autofokus einstellen, was die Freude an der Verwendung der FT-Objektivpalette an den PEN-Kameras etwas trübt. Allerdings passen die meist doch recht großen FT-Optiken nicht wirklich zu den schnuckeligen PENs. Ich persönlich verwende den Adapter daher auch meist zum Ansetzen meiner alten Nikon-Objektive (über einen weiteren Nikon-FT-Adapter) und stelle manuell scharf, was an der PEN dank exzellentem Live-View Display und Sucherlupe super geht! Mein Nikon Serie-E 50 mm f1.8 z.B. macht sich hervorragend als lichtstarkes (Portrait-)Tele und es läßt sich klasse mit der Schärfe spielen, wie obiges Beispiel zeigt!

2011-01-19

Panasonic Lumix DMC-FX07

Diese Kompaktkamera wurde von uns im Herbst 2007 als Ersatz für die Nikon E4300 angeschafft, die mein Sohn damals mit in sein Auslandsschuljahr genommen hatte. Mit ihren 7.1 MP war sie quasi schon wieder ein Auslaufmodell aus dem Vorjahr und relativ günstig zu haben. Für mich bestach sie durch die solide und wertige Verarbeitung, ihre kompakten Abmessungen (Zigarettenschachtel) und das 28er Weitwinkel (KB). Letzteres ist auch heute noch recht selten bei solchen Kompaktkameras.
Nachdem sie uns einmal runtergefallen war, konnte man den Modus-Wahlschalter nicht mehr richtig bedienen, Fotos machte sie noch, aber anschauen auf dem Kameradisplay ging nicht mehr richtig. Ohne große Hoffnung haben wir sie zu einem kleinen Kameraschrauber zur Reparatur gebracht, der hat die Bedienplatine inkl. Blitz etc. als ganzes Modul ausgetauscht (80€) und seitdem haben wir sie als kompakte Dabei-Kamera wieder im Einsatz. 
Die Panasonic Lumix DMC-FX07 darf nicht mit der älteren Lumix DMC-FX7 (5 MP, 2004-2006) oder den aktuellen Modellen Lumix DMC-FX70 (14.1 MP) oder FX-700 (15.1 MP) verwechselt werden. Da kann man nur noch mit Datenbanken den Überblick behalten. Bei digitalkamera.de finden sich fast 120 kompakte DigikniPPsen alleine von Panasonic, davon heißen alleine 27 "Lumix DMC-FX irgendwas". Und das schlimme ist: irgendwie sind sie doch alle gleich.

2010-11-29

Leica D Vario-Elmarit 14-50 f2.8-3.5

Zusammen mit der Panasonic Lumix DMC-L1 und der fast baugleichen Leica Digilux 3 kam 2006 dieses Standard-Objektiv auf den Markt. Unter den Leica-Fans gab es einen regelrechten Hype um dieses erste konsequent digitale Leica-Objektiv, einige meinten, alleine wegen dieser Optik lohne sich die Anschaffung oben genannter Kameras, da es Anfang nur im Set verkauft wurde. Zweifellos ist es ein sehr gutes Objektiv, nach Testergebnissen gegen die direkten Konkurenten von Olympus (mit dem selben Bajonett) ist es ein bißchen besser, den zum Teil dreimal so hohen Preis rechtfertigt das aber nicht. Ich hatte beim Kauf meiner L1 im Herbst 2006 keine Wahl und bin (zugegeben) auch etwas dem Namen Leica aufgesessen.
 
Neben der hohen Lichtstärke von 2.8 (eben ein Elmarit) hatte es 2006 mit dem im Objektiv eingebauten Bildstabilisator (Mega O.I.S.) ein Alleinstellungsmerkmal, welches wirklich beachtliches leistet. Die alte Verwackelungsregel "benutze kürzere Verschlusszeiten als den Kehrwert der Brennweite" (z.B. bei einem 28er Weitwinkel geht noch 1/30s aus der Hand) gilt nicht mehr. Ich habe mit dem Objektiv an der L1 verwackelungsfreie Aufnahmen mit 1/8 s gemacht! Das Gewicht der Kamera hilft hier natürlich auch, den Stabi stelle ich trotzdem eigentlich nie aus!
Über das Objektiv an sich (außer vielleicht das hohe Gewicht) kann ich nicht meckern. Leider hat es mich schon zweimal im Stich gelassen. Im Sommer 2007 konnte ich plötzlich nicht mehr den gesamten Zoombereich nutzen (der Zoomring blockierte bei ca. 21 mm), es war noch Garantie drauf und Panasonic hat's schließlich repariert. Im letzten Sommer dann die selben Spirenzien, allerdings konnte man etwas am Objektiv wackeln, dann gings mal und auch wieder nicht. Diesmal habe ich es nicht gleich zum Händler getragen (hatte ja auch keine Garantie mehr), sondern mal im Internet recherchiert. Und siehe da: auch andere hatten diesen Fehler schon bemerkt und auch Abhilfe beschrieben. Es geht um drei kleine Schräubchen, die unter dem vorderen Gummiring und einem abzulösenden Metallband zum Vorschein kommen. Diese lösen sich wohl gerne und blockieren dann den Zoomring. Wenn man's weiß kann man damit leben, trotzdem etwas peinlich für ein auch heute noch über 1000€ teures Objektiv. Ich benutze Kamera und Objektiv heute noch meist zuhause auf dem Stativ, es wird also nicht mehr so strapaziert wie früher und da soll es noch lange halten!

2010-11-25

Panasonic Lumix DMC-L1

Ganz schön sperriger Name für eine Kamera, insbesondere wenn man bedenkt, dass 2006 sowohl Panasonic als auch Lumix Markennamen des japanischen Elektronikkonzerns Matsushita Denki Sangyō waren. Inzwischen heißt diese Firma aber Panasonic. Was das mit dem DMC soll, ist mir bis heute unergründlich, alle Lumix Kameras heißen so, danach kommt erst die eigentliche Bezeichnung. Ich werde also nur von der L1 sprechen.
Die Kamera selbst hat mich bei ihrem Erscheinen 2006 von Anfang an fasziniert. Insbesondere das auf die klassischen Bedienelemente (Blendenring am Objektiv, Zeitenrad) hin ausgerichtete Konzept sowie das erstklassige Objektiv mit vernünftigem Brennweitenbereich haben mich überzeugt. Alle wichtigen Einstellung sind direkt per Schalter erreichbar, kein umständliches Herumsuchen in verschachtelten Menüs stört das Fotografieren. Vieles ist sehr konsequent umgesetzt. Als Beispiel mögen Blenden- und Zeitenrad dienen: stehen beide auf A wie Automatik, gibt's eine Programmautomatik, steht nur eines von beiden auf A, dann jeweils entweder Blenden- oder Zeitautomatik. Es versteht sich von selbst, wie ein (bei anderen Kameras extra zu wählender) "M" Modus funktioniert.
Nicht alles gefällt mir an dieser Kamera, das Grundkonzept überzeugt aber. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussieht, die L1 ist eine Spiegelreflex-Kamera. Von der Olympus E-330 hat sie den sog. Porro Spiegel-Sucher geerbt (und nicht nur den!), vom Design her ganz nett, aber das Sucherbild ist dadurch einfach zu klein (wenn auch hell). Die Kamera ist auch sehr solide gebaut, was gleichzeitig aber ein Gewicht von knapp über einem Kilogramm (mit dem Standard-Objektiv Leica Vario-Elmarit 14-50 f.2.8-3.5) bedeutet. Viel zuviel eigentlich verglichen mit den Versprechungen des FourThirds-Konsortiums, dass durch das konsequent digitale Design dieses Standards kleine und kompakte Objektive und Kameras möglich werden. Das hat sich erst bei Micro-FT bewahrheitet...
Trotz allem hat diese Kamera den bei mir seit längerem unbekannten "must-have" Impulse ausgelöst. Endlich eine Kamera mit konsequentem Design, analogem Feeling und exzellentem Standard-Objektiv (dazu später mal mehr). Auf der Photokina 2006 habe ich für ca. 1 h meinen Personalausweis leihweise gegen diese Kamera getauscht und erste Erfahrungen gesammelt, die mich im Prinzip schon überzeugt hatten. Mir war völlig bewusst, dass am Anfang die Kamera für teuer Geld verkauft wird (Panasonic hat die Händler sogar mit Verträgen gezwungen, ein bestimmtes Preisniveau nicht zu unterbieten!). Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, zumindest solange zu warten bis sich ein realistischer Preis eingependelt hat. Dann bin ich im November 2006 aber schon schwach geworden und habe die 2000€ auf den Tisch meines Händlers gelegt. Insgesamt bin ich nicht enttäuscht worden und habe die Kamera mit verschiedenen Objektiven, meist jedoch mit dem exzellenten Standard-Elmarit gerne benutzt. Auch heute noch fotografiere ich recht viel damit, fast alle Bilder in diesem Blog sind mit der Kamera entstanden. Die Kamera steht heute meist auf dem Stativ in meinem kleinen Studio. Draußen trage ich seit kurzem meine kleine Olympus E-PL1 spazieren (nur 1/3 des Gewichts bei besseren optischen Leistungen!).